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Ausgabe 2/2010

Psychotherapeutenjournal 2/2010 (Gesamtdownload als PDF)

Literatur zum Artikel "Hochschulpsychologie und Psychotherapie" von Susanne Loetz
(Download als PDF)

 

Ausgabe 1/2010

Psychotherapeutenjournal 1/2010 (Gesamtdownload als PDF)

Literatur zum Artikel "Achtsamkeit in der Psychotherapie. Verändern durch 'Nicht-Verändern-Wollen' - ein Paradigmenwechsel?" von Halko Weiss und Michael E. Harrer (Download als PDF)

 

Ausgabe 4/2009

Inhalt

Editorial

Susanne Walz-Pawlita, Birgitt Lackus-Reitter, Susanne Loetz
Plädoyer für eine verfahrensbezogene Ausbildung und Praxis: Zur "methodenspezifischen Eigengesetzlichkeit therapeutischer Prozesse"
Zusammenfassung: Zwei Psychoanalytikerinnen und eine Verhaltenstherapeutin untersuchen aus verschiedenen Blickwinkeln die erneute Diskussion um die Verfahrens-Empfehlung des Forschungsgutachtens. Neben der Aufweichung zentraler wissenschaftsmethodischer Grundlagen sind es vor allem die empirischen Belege zur Allegianz, die die Bedeutung der Verfahrensorientierung für die Ausbildung und die tägliche therapeutische Praxis untermauern.

Werner Greve, Gabriele Greve
Psychotherapie in Zeiten des Wandels: Einheit in Vielfalt
Zusammenfassung: Es wird argumentiert, dass eine Direktausbildung zur Psychotherapie mehrere praktische Vorteile hätte, insbesondere eine verfahrensintegrative Psychotherapieforschung und -praxis vorantreiben würde. Dies wiederum ist die Voraussetzung für eine inhaltlich gehaltvolle Qualitätssicherung von Psychotherapie.

Armin Kuhr, Heiner Vogel
Verfahrensorientierung im PsychThg - ist die Zeit reif für eine integrative psychotherapeutische Ausbildung?
Zusammenfassung: Anstelle einer Fortführung der Verfahrensorientierung in der Psychotherapieausbildung - wie von den Autoren des aktuellen Forschungsgutachtens vorgeschlagen - wird für eine zukünftige Ausrichtung der Ausbildung an psychotherapeutischen Kompetenzen plädiert und ein entsprechendes Konzept vorgestellt.

Michael Borg-Laufs, Silke Brigitta Gahleitner, Mark Helle, Günter Zurhorst
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
Zusammenfassung: Im Gutachten zum Psychotherapeutengesetz wird ausdrücklich empfohlen, nicht nur die AbsolventInnen psychologischer, sondern auch die (sozial-)pädagogischer Studiengänge zur Psychotherapieausbildung zuzulassen. Diese im Gutachten zum Ausdruck gebrachte Haltung wird jedoch durch die Konkretisierungen hinsichtlich der Studieninhalte konterkariert. Die relevanten Studieninhalte müssen daher so gestaltet werden, dass sie auch der Bedeutung sozialwissenschaftlicher und sozialpädagogischer Kompetenzen für die psychotherapeutische Versorgung Rechnung tragen.

Manfred E. Beutel
Vom Nutzen der bisherigen neurobiologischen Forschung für die Praxis der Psychotherapie
Zusammenfassung: Die Literaturübersicht befasst sich mit möglichen praktischen Konsequenzen neurobiologischer Forschung für die psychotherapeutische Praxis an Hand beispielhafter Forschungsbefunde aus folgenden Forschungsbereichen: Neuobiologische Modelle psychischer und psychosomatischer Erkrankungen, neurobiologische Grundlagen psychischer Veränderung und Veränderungen in einer Psychotherapie aus der Perspektive der funktionellen Bildgebung.

Manfred Ruoß
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Impressumn

 

Ausgabe 3/2009

Inhalt

Editorial

Ulla Schmidt
Grußwort

Nikolaus Melcop, Heiner Vogel
Der Wegbereiter aus politischer Sicht.
Interview mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer

Rüdiger Nübling1, Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg
Verankerung und Veränderung der psychotherapeutischen Versorgung seit dem Psychotherapeutengesetz – aktueller Stand und Ausblick
Zusammenfassung: Ausgehend von einer Skizze der Lage der Psychotherapie vor dem Psychotherapeutengesetz wird auf die aktuelle und künftige Versorgungssituation eingegangen. Dabei wird die Gleichstellung mit den anderen Heilberufen und die Chancen der in diesem Kontext unausweichlichen und notwendigen Verkammerung der Psychotherapeuten für die Versorgung diskutiert. Darüber hinaus wird eine systematische psychotherapeutische Versorgungsforschung (unter Initiative der Kammern) angemahnt. Der Autor stellt abschließend 13 Thesen zur (künftigen) psychotherapeutischen Versorgung zu Diskussion.

Jürgen Matzat, Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Justus-Liebig-Universität Gießen
Zehn Jahre Psychotherapeutengesetz aus Sicht der Patienten: Erstzugangsrecht gut und schön, aber sind die Probleme nicht die alten?
Zusammenfassung: Das Psychotherapeutengesetz bedeutete ohne jeden Zweifel einen Fortschritt. Bei den derzeitigen Feiern anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums wird naturgemäß im Wesentlichen aus Sicht der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten darüber diskutiert. Die Profession vergewissert sich ihrer selbst, ihrer Position im Gesundheitssystem und ihrer ökonomischen Absicherung. In diesem Artikel soll nun aus einer anderen Perspektive – aus der von Patientinnen und Patienten – auf das Gesetz, auf die Profession und vor allem auf die Realität der Versorgungslage geblickt werden. Resultat: Vieles stellt sich dem Betrachter recht positiv dar, aber weitere Verbesserungen sind durchaus noch möglich und aus Patientensicht wünschenswert. Sie würden systematische und gemeinsame Anstrengungen erfordern.

Johannes Pabel
Psychotherapeutengesetz: 10 Jahre und weit davor
Zusammenfassung: Dieser Beitrag ist ein Versuch, in recht persönlich gehaltener Form Ereignisse und Erfahrungen zusammenzubringen sowie an Entwicklungen im Osten Deutschlands zu erinnern, die mit dem Psychotherapeutengesetz in Zusammenhang stehen. Eine Rückschau soll zeigen, dass unterschiedliche Voraussetzungen der Berufsausübung bei den Psychotherapeuten im Osten und im Westen Deutschlands verschiedenartige berufspolitische Aktivitäten in Gang gesetzt und sich vermutlich in der Bewertung der Gesetzesentwicklung und im Berufsverständnis niedergeschlagen haben.

Mike Mösko, Kerstin Sude
10 Jahre Psychotherapieausbildung aus PiA-Sicht – (noch) keine Erfolgsstory?
Zusammenfassung: Die vergangenen zehn Jahre der Psychotherapieausbildung können in drei Phasen unterteilt werden: Adaptation, Stagnation und Transformation. In der Phase der Adaptation haben PiA der ersten Generation zusätzlichen Aufwand betreiben müssen, um die zahlreichen Unklarheiten auszuräumen. In der Phase der Stagnation scheinen sich viele Akteure hinter den für sie bestmöglichen Vorteilen verschanzt zu haben und die notwendige Weiterentwicklung wurde blockiert. Die für die AusbildungsteilnehmerInnen wichtige dritte Phase der Veränderungen wird aus der Perspektive des PiA-Netz-Hamburgs analysiert und mit Beispielen verdeutlicht. Abschließend werden vier Maßnahmen vorgestellt, die die Psychotherapieausbildung weiter nachhaltig verbessern können. Es handelt sich um die Vernetzung der AusbildungsteilnehmerInnen untereinander, die formalisierte Partizipation von AusbildungsteilnehmerInnen, die Einführung einer Selbstverpflichtung (Verhaltenskodex) der Ausbildungsinstitute und klinischen Einrichtungen sowie weitere führende Maßnahmen der Qualitätssicherung.

Jürgen Hardt, Ulrich Müller, Landeskammer für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten Hessen
Die Aufgabe der Psychotherapie in der Gesundheitswirtschaft
Zusammenfassung: Durch das Psychotherapeutengesetz sind zwei neue Heilberufe entstanden, die einerseits "freie Berufe" mit deren besonderen Pflichten und Rechten in der Lebenswelt, andererseits "Leistungserbringer" in der geregelten Gesundheitsversorgung sind. Weil die spätmodernen Gesellschaften unterschiedliche Subsysteme entwickelt haben, die oft unterschiedlicher Logik gehorchen, ergeben sich durch die Zugehörigkeit zu zwei unterschiedlichen Lebensbereichen vielfältige Konflikte und Spannungen. Diese Spannungen gilt es wahrzunehmen, sich ihnen zu stellen und nicht zu entziehen. Psychotherapie bedeutet dann Parteinahme sowohl für die anvertrauten Patienten als auch für die Welt, in der sie leben. Resignative Lösungen wie Flucht in die Privatheit, um die Freiberuflichkeit zu retten oder Unterwerfung unter ökonomisch/administrative Regeln, um vorgeschriebene Leistungen erbringen zu können, sind dem psychotherapeutischen Ethos nicht gemäß. Psychotherapeuten müssen sich der Aufgabe stellen und dürfen nicht aufgeben.

Rainer Richter, Bundespsychotherapeutenkammer Psychotherapie für psychisch kranke Menschen: Gesundheitspolitische Vorstellungen für die kommenden Jahre

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Ausgabe 2/2009

Inhalt

Editorial

Matthias Ochs, Psychotherapeutenkammer Hessen
Methodenvielfalt in der Psychotherapieforschung
Zusammenfassung: Quantitative und qualitative Forschungsmethoden bilden das empirische Fundament der Psychotherapieforschung. Denn wissenschaftlich anerkannte psychotherapeutische Verfahren sind sowohl in natur-, als auch in kultur- und sozialwissenschaftlichen Traditionen verankert. In dem Artikel werden zum einen einige relevante Aspekte quantitativer Psychotherapieforschung gewürdigt. Zum anderen werden Aspekte qualitativer Psychotherapieforschung unter dem Blickwinkel der möglichen Relevanz für die Praxeologie, für die psychotherapeutische Ergebnis- und Prozessforschung sowie für die Erforschung von Psychotherapie im Kontext des Gesundheitssystems dargestellt. Abschließend wird für die Kombination quantitativer als auch qualitativer Methoden bei der Erforschung von Psychotherapie plädiert.

Ausschuss Wissenschaft, Forschung und Qualitätssicherung1 der Psychotherapeutenkammer Berlin
Leitlinien in der Psychotherapie
Zusammenfassung: Mit diesem Beitrag wird ein aktuell in der Profession kontrovers diskutiertes Thema aufgegriffen und dabei in wesentlichen Facetten im Sinne eines Überblicks dargestellt. Es geht darum, Begriffe zu erläutern sowie wesentliche Hintergründe für die Entwicklung von Leitlinien im Gesundheitswesen hinsichtlich der gesundheitspolischen Intentionen und Implikationen zu erörtern. Fakten zur Methodik und zum Stand der Entwicklung von Leitlinien sowie zentrale Argumente für die Entwicklung und den Einsatz von Leitlinien in der Psychotherapie werden häufig genannte kritische Aspekte der Leitlinienentwicklung gegenüber gestellt. Entsprechend der Repräsentation verschiedener Praxisbereiche der Psychotherapie wurden zur Illustration einzelne Leitlinien exemplarisch für die Arbeitsfelder Psychologische Psychotherapie, Kinder und Jugendlichenpsychotherapie sowie für das Arbeiten in Institutionen ausgewählt. Da die Entwicklung störungsbezogener Leitlinien auf der Basis evidenzbasierter Kriterien erfolgt, werden im Rahmen eines Exkurses wesentliche Informationen und kritische Diskussionspunkte zum Thema Evidenzbasierung im Gesundheitswesen zusammenfassend erläutert.

Der Text wurde von den Mitgliedern des Ausschusses "Wissenschaft, Forschung und Qualitätssicherung" der Psychotherapeutenkammer Berlin verfasst.

Hanna Wallis-Simon (BG Unfallklinik Ludwigshafen) & Babette Renneberg (Freie Universität Berlin)
Psychische Faktoren bei schweren Brandverletzungen: Psychotherapeutische Beiträge zur Verbesserung der Lebensqualität
Zusammenfassung: Brandverletzungen ziehen häufig lang anhaltende emotionale, berufliche und soziale Folgeprobleme nach sich. Obwohl Studien belegen, dass der Bedarf an psychologischer Unterstützung bei Patienten mit Brandverletzungen hoch ist und dass viele Betroffene gerade auch im Langzeitverlauf psychische Probleme entwickeln, mangelte es bisher an fundierten psychotherapeutischen Konzepten zur gezielten Unterstützung dieser Patientengruppe. Der Artikel gibt einen Einblick in die relevante Forschungsliteratur, fasst Ergebnisse aktueller Studien unserer eigenen Forschungsgruppe zusammen und benennt hieraus abgeleitete Implikationen für die psychotherapeutische Unterstützung von Schwerbrandverletzten. Ein auf Basis der Forschungsbefunde neu entwickeltes verhaltenstherapeutisches, ressourcenorientiertes Gruppenbehandlungskonzept für Schwerbrandverletzte in der Rehabilitationsphase wird vorgestellt. Neben psychoedukativen Elementen ist ein Training sozialer Kompetenzen im Umgang mit Reaktionen der Öffentlichkeit auf den durch die Brandnarben veränderten Körper zentraler Bestandteil des Behandlungsprogramms.


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Ausgabe 1/2009

Inhalt

Editorial

Rüdiger Retzlaff, Kirsten von Sydow, Wilhelm Rotthaus, Stefan Beher, Jochen Schweitzer
Systemische Therapie als evidenzbasiertes Verfahren – aktuelle Fakten, Entscheidungen und Aussichten
Zusammenfassung: Die Systemische Therapie hat sich international als Psychotherapieverfahren etabliert und zählt in der ambulanten und stationären Psychotherapie sowie im Bereich der Rehabilitation und Prävention heute weltweit zu den am weitesten verbreiteten Behandlungsverfahren. Die wissenschaftliche Anerkanntheit der Systemischen Therapie1 wurde im Dezember 2008 nun auch in Deutschland durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) bestätigt. Ausgehend von den Wirksamkeitsnachweisen der Systemischen Therapie wird die Entscheidung des WBP insbesondere in Bezug auf die Versorgungsrelevanz bei schweren und kostenintensiven Beschwerdebildern diskutiert. Nach einer kritischen Wertung des Beurteilungsverfahrens werden die neuen Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses für die sozialrechtliche Anerkennung reflektiert. Abschließend wird aufgezeigt, welche Verbesserungen der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung mit einer Zulassung der Systemischen Therapie als Kassenverfahren erreicht werden könnten.

Gerhard W. Lauth, Hanna Raven
Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) im Erwachsenenalter. Ein Review.
Zusammenfassung: Mit einer Prävalenz von 3 – 4% wird ADHS im Erwachsenenalter heute als ernstzunehmende Störung angesehen, die häufig mit weitreichenden Beeinträchtigungen in vielen Lebensbereichen sowie mit weiteren komorbiden Störungen einhergeht. Bisher liegen lediglich diagnostische Leitlinien vor, die sich auf die Kriterien im Kindesalter stützen. Da man von einem bio-psycho-sozialen Bedingungsmodell ausgeht, in dem Dysfunktionen im Bereich der Selbststeuerung eine zentrale Rolle spielen, werden eigene diagnostische Kriterien für das Erwachsenenalter unter Berücksichtigung dieser Dysfunktionen zunehmend von der Fachwelt gefordert. Kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen, die zielbezogen und alltagsnah auf entstandene Defizite eingehen haben sich ebenso wie die Pharmakotherapie als effektiv erwiesen. Die derzeitige Diskussion wird zusammenfassend dargestellt.

Nachruf
zum Tode von Alexander Lowen


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Ausgabe 4/2008

Inhalt

Editorial

Birgit Watzke, Holger Schulz, Uwe Koch, Anja Mehnert
Psychotherapeutische Versorgung in der Onkologie
Zusammenfassung: Seit etwa Mitte der 70-er Jahre hat sich die Psychoonkologie in vielen Industrieländern als Teildisziplin innerhalb der Onkologie entwickelt und sowohl im Hinblick auf die klinische Versorgung von KrebspatientInnen als auch in der Forschung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie hat dabei einen wesentlichen Einfluss auf einen Paradigmenwechsel in der Onkologie genommen. Heute stellt die Erhaltung oder Wiederherstellung der Lebensqualität der PatientInnen vor dem Hintergrund der zum Teil gravierenden krankheits- und behandlungsbedingten Einschränkungen neben der Überlebenszeit einen zentralen Beurteilungsaspekt für den Erfolg der medizinischen Behandlung dar. Die psychologische und psychotherapeutische Behandlung onkologischer PatientInnen (und deren Angehörigen) gewinnt hiermit ebenfalls an Bedeutung und stellt ein wichtiges (potentielles) Arbeitsgebiet sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung tätiger Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten dar. Im vorliegenden Beitrag wird ein Überblick zur Psychoonkologie gegeben und sowohl auf psychoonkologische Forschungsthemen und -befunde als auch auf Aspekte der klinischen Versorgung eingegangen. Als Schwerpunkte werden dabei insbesondere 1.) die erkrankungs- und behandlungsbedingten Belastungen onkologischer PatientInnen sowie 2.) psychologische und psychotherapeutische Behandlungsansätze und deren Besonderheiten dargestellt.

Irene Kühnlein, Gerd Mutz
Psychotherapie im gesellschaftlichen Wandel
Zusammenfassung: Die gesellschaftlichen Strukturen haben sich durch Flexibilisierung der Arbeitswelt und Individualisierung der Lebensgestaltung einschneidend verändert. Gleichzeitig führen die Reformen der Sozialpolitik zu einer Verschärfung sozialer Risiken. In der Folge beginnen soziale Abstiegsprozesse ("Prekarisierungen") heute früher, also in der bislang gesicherten Mitte der Gesellschaft. Auf der individuellen Ebene korrespondieren dazu Erfahrungen der sozialen Unsicherheit. Die Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden sind dramatisch: Ängste und Depressionen, selbst bei Jugendlichen, steigen an. Psychotherapie steht vor der Herausforderung, nicht nur auf innerpsychische Vorgänge einzuwirken, sondern das soziale Umfeld und kulturelle Besonderheiten mit einzubeziehen und darauf aufbauend ressourcenorientiert das Selbstvertrauen der Patienten in die eigenen sozialen und psychischen Kräfte zu stärken. Plädiert wird zudem für eine engere Kooperation mit den unterschiedlichsten Berufsgruppen der psychosozialen Versorgung.

Inge Berns
Dieselbe Schulklasse für Patient und Kind einer Psychotherapeutin?
Zusammenfassung: Die Berufsordnung ist zum einen ein justiziables Regelwerk, auf dessen Grundlage die Kammer in berufsrechtlichen Verfahren über Verstöße eines Mitglieds gegen berufsrechtliche Vorschriften entscheidet. Andererseits kann sie vom Kammermitglied als Orientierungshilfe in Situationen von berufsethischer und -rechtlicher Relevanz verwendet werden. Eine explizite Regelung, die selbst die Beachtung der vier international anerkannten bioethischen Prinzipien vorschreibt, die ihrerseits Grundlage aller psychotherapeutischen Berufsordnungen sind (Beauchamp & Childress, 2001), bietet dem praktizierenden Therapeuten damit eine Orientierungshilfe von unschätzbarem Ausmaß, in einer konkreten, in der Regel komplexen Situation fundierte Lösungen zu finden, die ihn u. U. auch in einem berufsrechtlichen Verfahren entlasten könnten. An einem Beispiel soll die Verwendung der Berufsordnung als Orientierungshilfe demonstriert werden. Aus Neutralitätsgründen wird dazu die Musterberufsordnung herangezogen. Es wäre schön, wenn die exemplarische Auseinandersetzung mit der hier diskutierten Anfrage die Anwendung in eigenen Situationen erleichtert.

Mareke de Brito Santos-Dodt
Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bestätigt die wissenschaftliche Anerkanntheit der Systemischen Therapie/Familientherapie
Wissenschaftliche Anerkennung auf dem gerichtlichen Prüfstand, Teil II

Einwurf

Roland Raible
Rettet den G-BA!


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Artikelverzeichnis

 

Ausgabe 3/2008

Inhalt

Editorial

Chantal Patricia Mörsen, Gerit Loeffler
Kompetenzzentrum Verhaltenssucht, Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Glücksspielsucht
Zusammenfassung: Glücksspiele sind seit jeher ein in der Bevölkerung verbreitetes und beliebtes Unterhaltungs- und Freizeitvergnügen. Jedoch birgt das Spiel mit dem Glück auch die Gefahr des unkontrollierten, süchtigen Glücksspiels als chronifizierte Suchterkrankung mit gravierenden psychosozialen Konsequenzen für den Betroffenen. In jüngster Zeit sind die Gefahren des Glücksspiels verstärkt in den Fokus des gesundheits- und gesellschaftspolitischen Interesses gerückt. Die Glücksspielsucht ist gegenwärtig als "pathologisches Spielen" in den internationalen Klassifikationssystemen unter den Impulskontrollstörungen eingeordnet. Phänomenologische und neurobiologische Ähnlichkeiten legen jedoch nahe, dass es sich beim pathologischen Spielen um eine Suchterkrankung handelt. In diesem Beitrag werden das Störungsbild "Glücksspielsucht", seine Klassifikation und nosologische Einordnung beschrieben. Ausgehend von einem Suchtmodell pathologischen Spielens werden Implikationen für Prävention und Intervention diskutiert und verschiedene Behandlungsansätze vorgestellt.

Ulrich A. Müller, Hildegard Felder, Stephan Stanko, Susanne Walz-Pawlita, Yvonne Winter
Die Normierung der Beziehung durch die Macht des Marktes.
Droht ein Paradigmenwechsel in der psychotherapeutischen Behandlung durch veränderte Rahmenbedingungen in der aktuellen Gesundheitspolitik?

Zusammenfassung: Der Beitrag eröffnet mit einer Darstellung der Entwicklung der Gesundheitspolitik im Hinblick auf die ambulante psychotherapeutische Versorgung. Im zweiten Teil werden aktuelle Verträge oder Vertragsentwürfe zur Integrierten Versorgung dargestellt und exemplarisch auf ihre Relevanz für die Zukunft der Psychotherapie sondiert. Der folgende dritte Abschnitt diskutiert die Konsequenzen für die Richtlinienpsychotherapie und für die bisherigen Standards der Psychotherapie. Diese Überlegungen werden im vierten Abschnitt vor dem Hintergrund des heilberuflichen Ethos der Psychotherapie beleuchtet, der sich in einem steten Widerstreit mit marktwirtschaftlichen Herausforderungen durch die gegenwärtige Gesundheitspolitik zu bewähren hat. Im abschließenden fünften Teil werden Konsequenzen für die weiteren berufspolitischen Überlegungen aufgezeigt, die im Hinblick auf die Erhaltung der Qualität und des Niveaus der psychotherapeutischen Behandlung richtunggebend bleiben sollten.

Horst Kächele, Rainer Richter
"Studientherapeut" – ein neues Qualitätsmerkmal? Zusammenfassung: Die zunehmende Etablierung evidenzbasierten Denkens auch in der Psychotherapie stellt alle vor neue Herausforderungen. Nicht nur Patienten müssen gewonnen werden, sondern auch – was uns noch schwieriger erscheint – Psychotherapeuten. Wir diskutieren diese Entwicklung und schlagen die Einführung des Qualitätsmerkmales "Studientherapeut" vor.

Timo Harfst, Tina Wessels, Michael B. Buchholz, Horst Käele
Psychotherapie zwischen Forschung und Anwendung Ein Bericht vom 39. Meeting der Society for Psychotherapy Research (SPR) in Barcelona


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Ausgabe 2/2008

Editorial

Die inhaltlichen Zielsetzungen des Psychotherapeutenjournals

Einleitung von Rainer Richter
Schwerpunktthema Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie

Rüdiger Nübling
Das Methodenpapier des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie - Definierte Hürden für die Zulassung von Psychotherapieverfahren für Ausbildung und Berufsausübung
Zusammenfassung: Der Beitrag fasst die wichtigsten Punkte des Ende 2007 veröffentlichten Methodenpapiers des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (WBP) zusammen. Im Methodenpapier werden Kriterien definiert, die zur Bewertung der Wissenschaftlichkeit eines psychotherapeutischen Verfahrens oder einer Methode herangezogen werden. Die im Psychotherapeutengesetz verankerte Begutachtung durch den WBP ist Voraussetzung für die Berechtigung zur Ausübung von Psychotherapie, nicht jedoch für die sozialrechtliche Zulassung (über die der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA entscheidet). Im aktuellen Methodenpapier des WBP wird erstmals der Versuch unternommen, neben – den aus Sicht einer streng ausgelegten Evidence-based Medicine notwendigen experimentellen Studien (Randomized Controlled Trials RCTs) – auch naturalistische, d. h. in der konkreten Versorgungspraxis durchgeführte (und deshalb nicht experimentell kontrollierbare) Studien zur Bewertung der Wissenschaftlichkeit einzubeziehen. In diesem für eine faire Bewertung außerordentlich relevanten Punkt hebt sich das Methodenpapier deutlicht von der Verfahrensordnung des G-BA (in dem Ergebnisse naturalistischer Studien denen aus RCTs nachgeordnet sind) ab.

Interview des Psychotherapeutenjournals mit Prof. Dr. Dietmar Schulte, dem Vorsitzenden des WBP und Prof. Dr. Gerd Rudolf, dem stellvertretendem Vorsitzenden des WBP
Fragen zur Zukunft der Psychotherapie

Jürgen Kriz
Vermessene Wissenschaftlichkeit - Kritische Aspekte und bedenkliche Tendenzen des Methodenpapiers

Falk Leichsenring
Zum Methodenpapier des Wissenschafltichen Beirats Psychotherapie

Günter Esser
Statement zu den neuen Verfahrensregeln zur Beurteilung der wissenschaftlichen Anerkennung von Methoden und Verfahren der Psychotherapie

Uta Cramer-Düncher, Mareke de Brito Santos-Dodt
Wissenschaftliche Anerkennung auf dem gerichtlichen Prüfstand: Wer bestimmt, was "wissenschaftlich anerkannt" ist?
Zusammenfassung: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen hat am 15.01.2008 durch Beschluss das Land NRW verpflichtet, eine Ausbildungsstätte für die Ausbildung von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Gesprächspsychotherapie (GPT) zuzulassen. In dem Beschluss legt das OVG den unbestimmten Rechtsbegriff der wissenschaftlichen Anerkanntheit aus und verweist auf die (nur) beratende Funktion des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (WBP) als Gutachter. Die Aufteilung der wissenschaftlichen Anerkennung der Gesprächspsychotherapie nach unterschiedlichen Altersgruppen wird verworfen. Das Land NRW hat Revision beim Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) eingelegt. Die Begründung des Gerichtsbeschlusses wird dargestellt und auch in Bezug auf vorangegangene Gerichtsentscheidungen erläutert und diskutiert.


OVG-Beschluss vom 15.01.2008
NRW Revisionsschrift vom 21.02.2008
NRW Revisionsbegründung vom 10.03.2008

Klaus Wölfling, Kai W. Müller
Phänomenologie, Forschung und erste therapeutische Implikationen zum Störungsbild Computerspielsucht
Zusammenfassung: Gehäuft auftretende Kasuistiken von Betroffenen, die suchtartiges Computerspielverhalten aufweisen, haben in den letzten Jahren zu vermehrter Forschungsaktivität auf diesem Gebiet geführt und die Notwendigkeit erkennen lassen, speziell auf die Störung "Computerspielsucht" zugeschnittene Interventionsmaßnahmen zu entwickeln und durchzuführen. Dabei wird in internationalen Studien suchtartiges Computerspielen häufig über die Kernsymptome von substanzgebundener Abhängigkeit beschrieben; zu diesen Symptomen zählen das unwiderstehliche Verlangen, der Kontrollverlust, die Entstehung von Toleranz, zunehmende Vernachlässigung alternativer Aktivitäten und Interessen, negative Konsequenzen (gesundheitlicher und sozialer Art) sowie Entzugserscheinungen. Als Reaktion auf diese zunehmende Auftretenshäufigkeit computerspielsüchtigen Verhaltens wurde an den Kliniken der Universität Mainz nun Deutschlands erste Ambulanz für Spielsucht eröffnet, in der Betroffenen in Form von verhaltenstherapeutischen Gruppentherapien geholfen wird, Kontrolle über die exzessive Computernutzung zurückgewinnen und Medienkompetenz zu entwickeln.

Britta Bernhard, Thomas D. Meyer
Psychotherapie für Betroffene mit bipolar affektiven Störungen
Zusammenfassung: In diesem Artikel werden psychotherapeutische Behandlungsmanuale für Betroffene mit bipolaren Störungen vorgestellt. Die familienfokussierte Therapie setzt mit Hilfe von Kommunikations-, Problemlöse- und Bewältigungsstrategien sowie Psychoedukation und Rückfalltraining auf eine Verbesserung des Familienklimas. Die kognitive Verhaltenstherapie fokussiert zusätzlich auf Veränderung dysfunktionaler Gedanken und Einstellungen, Erfassung und Umgang von Stressfaktoren sowie die Identifikation und Modifikation von Stimmungsschwankungen. Die Interpersonelle und Soziale Rhythmustherapie konzentriert sich auf IPT typische interpersonelle Themen sowie auf soziale und zirkcadiane Rhythmen. Auch in Deutschland entstanden Programme wie das Manual von Meyer & Hautzinger (2004), welches speziell zur ambulanten Einzeltherapie entwickelt wurde sowie das Manual von Schaub, Bernhard & Gauck (2004), welches im Kontext der stationären und ambulanten Gruppentherapie entwickelt wurde.

Frank Jacobi, Jürgen Hoyer
Zur Diskussion:
Gesundheitsberichterstattung über Psychotherapie nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz: Ein kritischer Fall Stellungnahme zum Artikel "Hilft Psychotherapie zu wenig? Verbände und Kassen im Streit" in der Ärzte Zeitung vom 20.02.2008

Zusammenfassung: Die Interpretation des GEK-Gesundheitsreports 2007 wird kritisch hinterfragt, nach der ambulante Psychotherapie keine sichtbare Verbesserung des Gesundheitszustandes bei Psychotherapiepatienten bewirke. Kritisiert werden hierbei sowohl die Auswahl der Erfolgsindikatoren als auch die "Messlatte" für Erfolg. Ferner wird bestritten, dass wir es seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes mit einer "dramatischen" Zunahme von Psychotherapie als Kassenleistung zu tun haben, da nach wie vor unter 10% der Versicherten mit F-Diagnose eine Psychotherapie aufsuchen.


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Ausgabe 1/2008

Editorial

Christiane Ludwig-Körner
Eltern-Säuglings-/Kleinkindpsychotherapie – eine notwendige Spezialisierung
Zusammenfassung: Die Erfahrungen in der frühesten Lebensphase sind für die kindliche Entwicklung von größter Bedeutung. In dieser Zeit werden die Grundmuster der Persönlichkeit, die Grundlagen zur Fähigkeit des Lernens und die Erwartungen an die Welt gelegt, im Sinne eines Urvertrauens oder Urmisstrauen. Zahlreiche Fehlentwicklungen des späteren Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalters lassen sich auf eine nicht gut gelungene frühe Eltern-Kind-Beziehung zurückführen. Will ein(e) Psychotherapeut(in) verantwortungsvoll in dem Bereich der Eltern-Säuglings-/Kleinkindpsychotherapie arbeiten, so ist eine Fortbildung unabdingbar.

Uta Rüping, Kristina Soffner
Die Abgabe einer vertragspsychotherapeutischen Praxis an den geeigneten Nachfolger – Gestaltungsalternativen
Zusammenfassung: Im gesperrten Planungsbereich erfolgt die Praxisnachfolge regelmäßig im Rahmen eines sog. Nachbesetzungsverfahrens. Die Auswahlkompetenz bezüglich des Nachfolgers liegt zwar beim Zulassungsausschuss, doch ist der abgabewillige Vertragspsychotherapeut nicht gänzlich ohne Einfluss, wenn er die Möglichkeiten zu nutzen weiß, die die gesetzlichen Auswahlkriterien bieten. Der Beitrag wird komplettiert durch das zur Zeit noch umstrittene Modell der Beschränkung des Versorgungsauftrags auf die Hälfte bei anschließender Veräußerung der "halben Praxis" im Wege des Nachbesetzungsverfahrens.

Bernd Rasehorn
Neue Rechtsprechung des Bundessozialgerichts zum Versorgungsbedarf unterversorgter Personengruppen erwartet
Zusammenfassung: In der psychotherapeutischen Versorgung werden noch erhebliche Versorgungsmängel für Kinder und Jugendliche und fremdsprachige Versicherte gesehen. Zur Frage der Sonderbedarfszulassung bzw. -ermächtigung von PsychotherapeutInnen zur Versorgung dieser Personengruppen sind aktuell zwei Musterverfahren vor dem Bundessozialgericht anhängig.

Johannes Schopohl
Übergangsregelung zur Kassenzulassung europarechtswidrig – Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 06.12.2007 (C-456/05)
Zusammenfassung: Das mit dem Urteil des EuGH verbundene Thema ist für viele Kammermitglieder emotionsbehaftet. Nach Auffassung des EuGH ist die mit dem Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes verbundene Übergangsregelung zur Kassenzulassung europarechtswidrig. Das Urteil selbst ist wenig überzeugend und wird nur geringe praktische Auswirkungen haben. Es hat sich jedoch wieder einmal gezeigt, dass es für den nationalen Gesetzgeber stets riskant ist, ortsabhängige Tatbestände zu schaffen.

Gerd Möhlenkamp
Zur Diskussion:
Die Psychologik der Neurologik - Ist die euphorische Rezeption der Neurobiologie vor allem ein psychologisches Phänomen?

Rüdiger Nübling
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Ausgabe 4/2007

Editorial

Simon Forstmeier, Andreas Maercker
Psychotherapie im Alter
Zusammenfassung: Störungsmodelle in der Alterspsychotherapie beziehen neben schulenspezifischen Störungs- und Behandlungsmodellen auch gerontologische Konzepte mit ein. Daher werden zunächst das Alters- und störungsspezifische Rahmenmodell sowie das Modell der selektiven Optimierung mit Kompensation dargestellt. Sie zeigen, dass nicht nur erschwerende Faktoren (wie Multimorbidität, Verluste, Fähigkeitseinschränkungen) sondern auch erleichternde Faktoren (wie Bewältigungs- und Lebenserfahrung, angepasste Wohlbefindensregulation) relevant sind. Allgemeine altersbezogene Modifizierungen psychotherapeutischer Techniken werden beschrieben. Schwerpunkt ist die Darstellung verhaltenstherapeutischer Interventionen bei körperlichen Veränderungen und Krankheiten sowie bei kognitiver Beeinträchtigung und Frühdemenz. Dabei wird erläutert, wie in der Alterspsychotherapie das klassische Patient-Therapeut-Setting erweitert wird mit Angeboten für Angehörige der Patienten und Supervision für Pflegepersonen. Ergänzt wird dieser Beitrag durch einen Überblick über die Behandlung von Depression und Angststörungen im Alter.

Maria Gavranidou, Barbara Abdallah-Steinkopff
Brauchen Migrantinnen und Migranten eine andere Psychotherapie?
Zusammenfassung: In der Bundesrepublik leben ca. 15,3 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund. Migranten sind eine heterogene Gruppe mit unterschiedlichen kulturellen, migrationsbedingten und schichtspezifischen Hintergründen. Angenommen wird bei Migranten eine bis dato empirisch noch nicht ausreichend belegte Vulnerabilität, insbesondere für Depression und psychosomatische Erkrankungen. Bezüglich ihrer Gesundheitsversorgung wird eine Fehl-, Unter- und Überversorgung konstatiert vor allem für den psychiatrisch-psychotherapeutischen Bereich. Eine systematische Auseinandersetzung über die psychotherapeutische Arbeit mit Menschen aus anderen Kulturen hat in der BRD noch nicht stattgefunden. In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen auf dem Hintergrund der wenigen vorhandenen Arbeiten und der eigenen Arbeit mit Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen, eine Antwort auf die Frage zu geben, ob wir eine andere, eine kultursensitive Psychotherapie bei Migranten brauchen.

Eva Hoch, René Noack, Heike Rohrbacher, Jana Henker, Anja Pixa, Katrin Dittmer, Gerhard Bühringer, Hans-Ulrich Wittchen
Behandlung von Cannabisstörungen - Eine Aufgabe für Psychotherapeuten in Deutschland
Zusammenfassung: Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Ihr Gebrauch hat während der letzten 15 Jahre zugenommen. Gut belegt ist ebenfalls ein starker Anstieg des Behandlungsbedarfs aufgrund von Cannabisstörungen (Cannabismissbrauch und -abhängigkeit) sowie assoziierten psychischen, physischen und sozialen Problemen. In den USA und in Australien wurden bereits Mitte der 90er Jahre erste Konzepte zur Behandlung von Cannabisstörungen entwickelt und evaluiert. Bei Erwachsenen haben sich Kurzinterventionen mit Motivationsförderung, kognitiv-behavioraler Therapie, psychosozialem Problemlösetraining und Kontingenzmanagement als wirksam erwiesen, bei Jugendlichen multidimensionale Familientherapie. In Europa besteht bis heute ein Mangel an vergleichbaren Therapien. Ein kognitiv-behaviorales Entwöhnungsprogramm wird aktuell an der Technischen Universität Dresden erprobt. Die Ergebnisse der "CANDIS"-Therapie sind viel versprechend und legen auch für die psychotherapeutische Praxis interessante Behandlungsoptionen nahe.

Bernd Rasehorn
Das Spannungsverhältnis zwischen Dokumentationspflicht des Psychotherapeuten und Akteneinsichtsrecht des Patienten
Zusammenfassung: Das Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Entscheidung vom 09.01.2006 ein Akteneinsichtsrecht in die persönlichen Aufzeichnungen des Psychotherapeuten1 ermöglicht. Die durchaus detaillierte Begründung für die Einschränkung des Persönlichkeitsrechtes des Therapeuten an seinen persönlichen Aufzeichnungen erfordert eine Auseinandersetzung mit der Dokumentationspflicht des Therapeuten einerseits und dem Einsichtsrecht des Patienten andererseits. Der Beitrag stellt zunächst Bedeutung, Inhalt und Grenzen der Dokumentationspflicht und des Akteneinsichtsrechts dar und wertet hierfür die einschlägigen rechtlichen Regelungswerke aus. Eine knappe Analyse der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts erläutert deren mögliche zukünftige Bedeutung und Auswirkung auf die Berufstätigkeit der psychotherapeutischen Berufsträger.

Michael B. Buchholz
Zur Diskussion:
Entwicklungsdynamik psychotherapeutischer Kompetenzen

Andreas Rose, Uta Cramer-Düncher, Marion Schwarz
Dokumentation:
Entwicklungsdynamik psychotherapeutischer Kompetenzen

Detlev Bunk
Aktuelles aus der Forschung


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Leserbriefe

 

Ausgabe 3/2007

Editorial

Gerd Dielmann
Neues Tarifrecht für den öffentlichen Dienst - TVÖD/TV-L.
Die Eingruppierung von PP/KJP - Wie sieht es aus mit der Facharztäquivalenz?

Zusammenfassung: Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftspolitischer und tarifpolitischer Entwicklungen, werden in diesem Beitrag die Grundzüge des neuen Tarifrechts im öffentlichen Dienst dargestellt. Ausgehend von der Zielsetzung einer Modernisierung des in die Jahre gekommenen BAT werden wesentliche Eckpunkte des TVöD und des TV-L skizziert und Verbesserungen sowie Problempunkte beschrieben. Die Überleitungsregelungen werden kurz benannt.
Ausgehend vom derzeit noch geltenden Eingruppierungsrecht des BAT und der aktuellen tarifrechtlichen Situation der psychotherapeutischen Berufe wird der aktuelle Diskussionsstand in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu einer neuen Eingruppierungssystematik vorgestellt. Dabei wird die durch konkurrierende Tarifverträge des Marburger Bundes entstandene Situation berücksichtigt und auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten eingegangen.
Die Forderungen der ver.di-Bundesfachkommission PP/KJP zur Eingruppierung werden dargestellt und zur angestrebten Entgeltordnung in Beziehung gesetzt.

Walta Reuther-Dommer, Norbert Sattler, Reinhold Neef
Qualitätssicherung - aus der Praxis für die Praxis
Zusammenfassung: Als Beitrag zur Diskussion in der Qualitätssicherung der Psychotherapie in freier Praxis und in Institutionen wird eine Mitgliederbefragung (2005) zu eigenen Erfahrungen, Präferenzen und Intentionen in der QS erhoben. Die wichtigsten Ergebnisse werden vorgestellt und diskutiert. Besonders stark treten die folgenden Ergebnisse hervor: Die Passung (1) wird als bedeutendster Faktor für den Therapieerfolg genannt. Qualitative Prozessbegleitung, professionelle Reflexion und klinische Einschätzungen (2) sichern, basierend auf tradierten Methoden, in Eigenverantwortung am besten die Qualität des therapeutischen Prozesses. Standardisierte Verfahren werden kaum genannt. In der umgebenden regionalen Versorgung werden die quantitative psychotherapeutische Versorgung und die Vernetzung mit relevanten Diensten und Fachleuten (3) als unzureichend angesehen.

Birgit Heinrich
Julia Rendschmidt

Rechtsfragen für Angestellte
Fortbildungsverpflichtung - auch ein Thema für angestellte Psychotherapeuten?
Strafrechtliche Verantwortlichkeit von angestellten PP/KJP
Die Schweigepflicht des PP/KJP im Angestelltenverhältnis
Zusammenfassung: PsychotherapeutInnen bilden sich seit jeher in erheblichem Umfang fort. Mit der Berufsordnung der Kammern und der Neuaufnahme der Nachweispflicht der Kliniken und weiteren Einrichtungen über Qualitätssicherungsmaßnahmen wird die Verpflichtung zur Fortbildung sowohl berufs als auch sozialrechtlich festgeschrieben.

Jürgen Kriz
Zur Diskussion:
Wie lässt sich die Wirksamkeit von Verfahren X wissenschaftlich begründen?

Karin Welsch
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Ausgabe 2/2007

Editorial

Silke Birgitta Gahleitner,
Michael Borg-Laufs

Wer wird Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn nach der Bologna-Reform?
Zusammenfassung: Zeitgemäße Ansätze zur Verbesserung der psychosozialen Passung zwischen Klient bzw. Klientensystem und Umwelt bedürfen eines theoretischen Rahmens, der die Verschränkung biologischer, psychologischer und sozialer Prozesse und Strukturen in Diagnostik und Behandlung thematisiert. Ausgehend von den im Rahmen des Qualifikationsprofils für Masterabschlüsse genannten Kernkompetenzen werden Bezüge (sozial-)pädagogischer Hochschulabschlüsse zur Psychotherapieausbildung dargestellt. Um dieses Qualifikationsniveau verbindlich zu sichern, hat sich eine Arbeitsgemeinschaft Zukunft der Ausbildung zum Kinder und Jugendlichenpsychotherapeuten (AZA-KJP) gegründet und Standards bezüglich der Inhalte formuliert. Sie sollen ein klinisch-pädagogisch-sozialarbeiterisches Profil zur Grundlage für die Akkreditierung von Masterstudiengängen als Eingangsvoraussetzung für die Ausbildung zum Kinder und Jugendlichenpsychotherapeuten verbindlich machen.

Holger Schildt
Vom "nichtärztlichen" zum Psychologischen Psychotherapeuten/KJP
Zusammenfassung: Seit 40 Jahren ist Psychotherapie Kassenleistung. Und fast genauso lange tragen Psychologen bzw. Pädagogen mit qualifizierter psychotherapeutischer (Zusatz-)Ausbildung zur Sicherstellung der psychotherapeutischen Versorgung von GKV-Patienten bei. Angesichts des "Arztvorbehalts" in RVO/SGB V über Jahrzehnte hinweg allerdings auf Basis einer unsicheren und von den Betroffenen als diskriminierend empfundenen Rechtslage. Aber obwohl der Regelungsbedarf spätestens Mitte der 70er Jahre offenkundig war, blickt wohl kaum ein Gesetz auf eine so lange und hart umkämpfte Geschichte zurück wie das am 01.01.1999 in Kraft getretene "PsychThG". Das ihm zugrundeliegende, im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens immer wieder modifizierte Integrationsmodell bedeutet einen politisch erzwungenen Kompromiss, der die widerstreitenden Interessen bei Ärzteschaft, Kostenträgern und Politik – aber auch in der Profession selbst – mühsam zu vereinen sucht. Acht Jahre später scheint das ganz gut gelungen, aber es ist noch viel Luft nach oben!

Michael Reisch, Trudi Raymann,
Rüdiger Nübling

Zur regionalen Struktur der psychotherapeutischen/psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg
Zusammenfassung: Am Beispiel Baden-Württemberg wird aufbauend auf einer landesweiten Analyse der regionale Versorgungsgrad für psychisch kranke Kinder und Jugendliche in den Kreisen, Regionen und Regierungsbezirken geschätzt. Hierbei werden epidemiologische Daten mit der aktuellen Versorgungssituation in Beziehung gesetzt. Unter der Annahme regionalitätsunabhängiger Prävalenzraten schwankt der Versorgungsgrad zwischen unter 20 % in schlecht versorgten Landkreisen und deutlich über 50 % in den Stadtkreisen. Dies bedeutet, dass im Bereich der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen in einigen Regionen eine dramatische Unterversorgung besteht. Die in der Bedarfsplanung ermittelten Versorgungsgrade in einzelnen Zulassungsbezirken von z.T. mehreren 100 % können nicht bestätigt werden. Das Fehlen einer eigenen Bedarfsplanung für den Bereich der Kinder und Jugendlichenpsychotherapie trägt offensichtlich zu einer systematischen Unterschätzung des Bedarfs bei. Die Analysemethodik ist auf andere Bundesländer bzw. auf das Bundesgebiet übertragbar.

Thomas Merz
Psychotherapeuten in Institutionen - was können sie sich von der Kammer erwarten?
Zusammenfassung: Die Zersplitterung der Tätigkeitsfelder im Angestelltenbereich, die große Heterogenität der beruflichen Kontexte und viele landesspezifische Regelungen – im Gegensatz zu den relativ einheitlichen Rahmenbedingungen im GKV-Bereich – verlangen ein differenziertes Vorgehen der Kammern und ihrer PTI-Ausschüsse. Der folgende Artikel versucht, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, einen Überblick über die Aufgabenstellungen in den einzelnen Tätigkeitsfeldern zu geben.

Johann Rautschka-Rücker,
Martin Schafhausen

Rechtsfragen für Angestellte
Die angestellte Psychotherapeutin/der angestellte Psychotherapeut - Spannungsverhältnis zwischen Freiheit der Berufsausüung und Weisungsrecht des Arbeitgebers
Zusammenfassung: Der Beruf des Psychotherapeuten ist kein Gewerbe und seiner Natur nach ein freier Beruf. Dieser Grundsatz, der in der Berufsordnung festgehalten ist, steht in einem Spannungsverhältnis zur weisungsabhängigen Tätigkeit in einem Arbeitsverhältnis. Diese ist gekennzeichnet durch das Weisungsrecht des Arbeitgebers. Ob ein Psychotherapeut den fachlichen Weisungen seines nicht selbst approbierten Vorgesetzten folgen muss, ob er entgegen der Weisung der leitenden Psychotherapeutin einen Patienten anders behandeln kann, welche arbeitsrechtlichen Reaktionen zu befürchten sind, wenn solchen Weisungen nicht gefolgt wird, wird in diesem Beitrag aufgezeigt.

Johann Rautschka-Rücker
Aufbewahrungsfrist für Dokumentationen - reicht ein halbes Jahr?
Zusammenfassung: Die Berufsordnungen der Landeskammern lassen teilweise Unterschreitungen der Frist von 10 Jahren nicht zu. Im institutionellen Bereich hat der einzelne Arbeitnehmer häufig kaum Einfluss auf Dienstanweisungen, die die Frist verkürzen. Die Empfehlung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) für den Bereich der Erziehungsberatung ist rechtlich nicht zwingend und stellt für den Einzelnen ein Risiko dar, wenn sich strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn richten. Empfohlen wird eine 10-jährige Aufbewahrung und die Sperrung der Daten.

Johann Rautschka-Rücker
Aussagegenehmigung
Zusammenfassung: Zusätzlich zur allgemeinen Schweigepflicht gibt es bei öffentlichen und kirchlichen Arbeitgebern eine arbeitsrechtliche Schweigepflicht: Sie behalten sich vor, eine Aussagegenehmigung zu erteilen. Das Prozessrecht sichert den betroffenen Arbeitnehmer, wenn er dem "öffentlichen Dienst" im weiteren Sinne angehört.

Michael Seiters
Recht: Aktuell
Praxistipps - Hinweise - Informationen
Der Supervisor in der praktischen Ausbildung von PiAs

Thomas Fydrich
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Leserbriefe

 

Ausgabe 1/2007

Editorial

Jochen Schweitzer, Stefan Beher, Kirsten von Sydow, Rüdiger Retzlaff
Systemische Therapie/Familientherapie
Zusammenfassung: Die Systemische Therapie/Familientherapie hat sich in einer inzwischen fünfzigjährigen Entwicklungsgeschichte zu einem breit angelegten psychotherapeutischen Grundlagenverfahren entwickelt. Der Aufsatz bietet einen sehr kompakten Überblick über die systemtheoretischen Grundlagen, die therapeutischen Haltungen, das Störungskonzept, die Interventionsmethoden, Überlegungen zu Indikation und Kontraindikation, Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit, und die Versorgungsrelevanz der Systemischen Therapie/Familientherapie. Er schließt mit einer Zukunftsvision darüber, wie die Integration der Systemischen Therapie/Familientherapie in die kassenfinanzierte Psychotherapie deren Versorgungsqualität in einigen wichtigen Aspekten weiter verbessern könnte.

D. Russell Crane
Effektivitätsstudien zu den Kosten von Familientherapie
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit fasst Effektivitätsstudien zur Einbeziehung familientherapeutischer Behandlungen in die medizinische Versorgung psychischer Erkrankungen zusammen. Das zur Verfügung stehende Datenmaterial stammt aus drei unterschiedlichen Quellen: 1. einer im Westen der USA (Region Utah) ansässigen großen Health Maintenance Organization (HMO, Krankenkasse) mit 180.000 Mitgliedern; 2. dem Medicaid-System (staatlicher Gesundheitsdienst für bedürftige Bürger) des US-Staates Kansas; 3. einer großen nationalen US-Krankenversicherungsgesellschaft mit neun Millionen Versicherten. Die gewonnenen Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Einbeziehung familientherapeutischer Maßnahmen in die medizinische Versorgung die Häufigkeit von Arztbesuchen insbesondere bei Menschen, die oft einen Arzt aufsuchen, reduzieren können. Ebenso ergaben die in zwei unterschiedlichen Krankenversicherungssystemen durchgeführten Studien, dass die Einbeziehung von Familientherapie als Behandlungsform die Gesundheitskosten nicht ansteigen lässt.

Rüdiger Retzlaff
Kommentar zum Artikel von D. Russell Crane "Effektivitätsstudien zu den Kosten von Familientherapie"

Uta Cramer-Düncher, Karl-Otto Hentze
Gemeinsamer Bundesausschuss lehnt Zulassung von Gesprächspsychotherapeuten und Anerkennung der Gesprächspsychotherapie ab
Zusammenfassung: Mit dem Beschluss ist erstmals in der 8-jährigen Geschichte der neuen Heilberufe durch ein berufsfremdes Gremium über die Qualifikation und die Berufsausübung einer Gruppe von Angehörigen der Psychotherapeutenkammern eine Entscheidung getroffen worden. Der Beschluss steht in scharfem Kontrast zu den Stellungnahmen und Empfehlungen der Fachöffentlichkeit, insbesondere auch zu denen der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), aller Landespsychotherapeutenkammern und dem Deutschen Psychotherapeutentag.

Die Entscheidung ist rechtlich, fachlich und berufspolitisch fragwürdig.

Mit den Implikationen des Beschlusses sind Weichenstellungen für die Zukunft aller Berufsangehörigen und deren Berufsausübung verbunden. Der Beitrag nimmt kritisch zu den "Tragenden Gründen" der Entscheidung Stellung und beleuchtet die Auswirkungen für die Profession.

Dateien zum Downloaden zum Artikel von Frau Cramer-Düncher und Herrn Hentze

BMG-Beanstandungsschreiben vom 15.08.2006 zum G-BA Beschluss zur Änderung der PT-R

BPtK-Stellungsnahme 30.10.2006 zur Beschlussempfehlung des Unterausschusses Psychotherapie zur GPT

GPT-Verbände-Dokumentation 19.12.2006

„Öffentliche Erklärung“ des Wissenschaftlichen Beirates der GwG vom 04.12.2006

SG Berlin, 28.11.2006, S KR 2308/05

Chronologie der Gesprächspsychotherapie-Bewertung - Die unendliche Geschichte

Zum systematischen Ausschluss von Nutzennachweisen zur GPT

BMG-Beanstandungsschreiben vom 15.02.2007 zum G-BA-Beschluss zur GPT

Stellungnahme der „World Association of Person Centered and Experimental Psychotherapy and Counseling (WAPCEPC)”

Zur Diskussion
Kommentare zum Artikel von Lisa Schneider "Lesbische Frauen in der Psychotherapie: Historische Hintergründe und Empfehlungen für die therapeutische Arbeit" im Psychotherapeutenjournal 4/2006

Elisabeth Imhorst
Homosexuelle Frauen in Psychotherapie und Psychoanalyse

Eva S. Poluda
Lesbische Frauen in der Psychoanalyse

Petra Kümmler
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Ausgabe 4/2006

Editorial

Wolfgang M. Groeger
Psychotherapie-Ausbildung im Rahmen der Bachelor-/Masterstudienreform
Zusammenfassung: Ausgehend von einer Gegenüberstellung der Vorgaben zur Einführung der Bachelor-/Masterstudiengänge im Rahmen des "Bologna-Prozesses" und der Zulassungsvoraussetzungen zur Psychotherapeutenausbildung nach dem Psychotherapeutengesetz wird untersucht, welche Konsequenzen sich aus der Studienreform ergeben. Als kritisch erweisen sich dabei die unterschiedlichen Zulassungsvoraussetzungen zur Ausbildung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, die sich unter den Bedingungen der Studienreform noch zuspitzen. Es wird gefragt, ob derart unterschiedliche Eingangsqualifikationen sinnvoll und gerechtfertigt sind, ob sie berufs- und gesundheitspolitisch gewollt werden, welche Konsequenzen damit verbunden sind, ob Änderungen erforderlich sind und wie diese durchgesetzt werden können. Orientiert an den Zielen einer qualitativ hoch stehenden Berufsausübung Gesundheitsversorgung werden Schlussfolgerungen für eine Neuregelung der Zulassungsvoraussetzungen und für eine Neukonzeption der Psychotherapieausbildung gezogen, die geeignet sind, zu einer Überwindung der bestehenden berufsrechtlichen Unterschiede zwischen beiden Berufsgruppen beizutragen und den Nachwuchs an approbierten Psychotherapeuten zu fördern.

Uwe Hartmann
Therapie sexueller Störungen: ein Zukunftsfeld der Psychologischen Psychotherapie?
Zusammenfassung: Aus Anlass der Einführung eines Fortbildungscurriculums zum Erwerb der ankündigungsfähigen Bezeichnung "Sexualtherapie" durch die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Therapie sexueller Störungen ein Zukunftsfeld der Psychologischen Psychotherapie ist. Nach einer kurzen Beschreibung der Paraphilien und Geschlechtsidentitätsstörungen wird der Fokus auf die quantitativ bedeutsamste Störungsgrippe, die sexuellen Funktionsstörungen, gelegt. Die Analyse der vorhandenen epidemiologischen Daten zeigt, dass sexuelle Dysfunktionen sehr häufig vorkommende, alle Altersgruppen betreffende Gesundheitsprobleme sind. Der weiten Verbreitung dieser Sexualstörungen steht eine ausgeprägte Unter- bzw. Fehlversorgung gegenüber, die u.a. auf die geringe Zahl qualifizierter Therapeuten zurückzuführen ist. Gleichzeitig liegt mit der Sexualtherapie du n ihren Weiterentwicklungen eine erprobte und wirksame Behandlungsmethode vor. Insgesamt kann die Behandlung sexueller Störungen den Psychologischen Psychotherapeuten ein wichtiges und interessantes Spezialisierungsfeld eröffnen.
Literatur

Lisa Schneider
Lesbische Frauen in der Psychotherapie: Historische Hintergründe und Empfehlungen für die therapeutische Arbeit
Zusammenfassung: Aufgrund ihres Wissens über die in der Geschichte Psychotherapie aufgetretenen Diskriminierungen und Pathologisierungen homosexueller Lebensweisen haben lesbische Frauen einer Psychotherapie gegenüber häufig eine wachsam-skeptische Haltung. Um Erfolge in der Therapie mit dieser Klientinnengruppe zu erzielen, ist es entscheiden, ihrer Lebensweise gegenüber eine wertschätzende Grundhaltung einzunehmen, d.h., Homosexualität als eine der Heterosexualität gleichwertige, an sich nicht pathologische Variante des sexuellen Begehrens anzuerkennen und gleichzeitig die Unterschiede in den Erfahrungen lesbischer und heterosexueller Frauen nicht, z.B. in einer vordergründig wohlmeinenden Haltung politischer Korrektheit, zu leugnen.

Aufgrund ihrer Sozialisation in einer homosexualitätsdiskriminierenden Gesellschaft unterlaufen gelegentlich auch den bemühtesten TherapeutInnen unbeabsichtigte, für die Klientin aber oft schmerzhafte Abwertungen und Diskriminierungen. Die Entwicklung einer größeren Sensibilität für dieses Thema kann hilfreich sein, besonders für das Gelingen der therapeutischen Beziehung.

Jan Bleckwedel
Zur Diskussion
Jenseits von Richtungen und Schulen wartet die Vernunft

Hartmut Gerlach
Recht: Aktuell
Praxistipps - Hinweise - Informationen
TV-L und Arztspezifischer Tarifvertrag (TV-Ärzte): Was gewinnen Psychotherapeuten?

Detlef Bunk
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Ausgabe 3/2006

Editorial

Axel Kobelt
Sozialmedizische Probleme in der Psychotherapie
Zusammenfassung: Die Bedrohung der Erwerbsfähigkeit durch psychoneurotische, somatoforme oder auch Persönlichkeitsstörungen beeinflusst nicht nur die Therapeut-Patient-Dynamik, die Therapiezufriedenheit und die Prozesseffektivität, sondern bringt auch gleichzeitig häufig eine Abwärtsspirale mit mangelnder sozialer Annerkennung, zunehmender sozialer Isolierung und Verlust gesellschaftlicher und beruflicher Aktivität und Partizipation und des Patienten in Gang. Dabei lassen sich die beruflichen und sozialen Probleme nur schwer von der der Störung zugrunde liegenden Konfliktdynamik trennen.
In diesem Beitrag werden typische soziale und berufliche Probleme aus sozial-medizinischer und psychotherapeutischer Perspektive anhand von charakteristischen Kasuistiken diskutiert, wobei sowohl therapeutische Techniken und typische Prozessdynamiken im Umgang mit den betroffenen Patienten beschrieben als auch für eine Beratung im Rahmen des Casemanagements relevante Informationen zu den einzelnen Problemfeldern gegeben werden.

Heiko Herbert Hölzel
Zur finanziellen Situation der Psychotherapeuten in Ausbildung: Ergebnisse einer internetgestützten Fragebogenstudie
Zusammenfassung: Mit In-Kraft-Treten des Psychotherapeutengesetzes wurde 1999 die Rolle des Psychologischen Psychotherapeuten sowie die des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten als eigenständiger Heilberuf gefördert, deren Ausbildung durch die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für Psychologische Psychotherapeuten und für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geregelt ist.
Im vorliegenden Artikel werden Ergebnisse einer internetgestützten Fragebogenstudie berichtet, deren Ziel es war, die finanzielle Situation der Ausbildungsteilnehmer näher zu beleuchten. Vielfach wird in Fachzeitschriften von den unzumutbaren Bedingungen während des "Psychiatrischen Jahres" im Rahmen der praktischen Tätigkeit berichtet, in dem viele Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) ohne Bezahlung tätig sind. Statistische Daten zu dieser Problematik fehlten bisher und sollen im vorliegenden Artikel vorgestellt werden.

Robert Francke
Die rechtliche Bedeutung des Abstinenzgebotes in der Psychotherapie
Zusammenfassung: Die sachliche Basis des Abstinenzgebotes in der Psychotherapie liegt in der Rollenzuweisung als Helfender und Hilfesuchender und den damit i.d.R. verbundenen spezifischen emotionalen Prozessen. Das Abstinenzgebot findet seine rechtliche Regelung in drei unterschiedlichen Rechtsgebieten: Dem tatbestandlich eng gefassten Strafrecht, dem Zivilrecht, das Berufspflichten unter dem Gesichtspunkt des Geldersatzes für Schäden, der Zahlungspflicht für die in Anspruch genommene Leistung und der Unterlassung störender Handlungen regelt, und dem Kammerrecht, das die Berufspflichten unter dem Gesichtspunkt guter beruflicher Ordnung bestimmt. Strafrechtlich sind sexuelle Handlungen während des "Anvertrautseins untersagt"; das ist nach der ordnungsgemäß beendeten Behandlung nicht mehr der Fall. Zivilrechtlich besteht die Abstinenzpflicht während der Behandlung, und sie besteht danach, soweit der Patient im Einzelfalle schutzbedürftig ist. Ebenso ist es im Kammerrecht. Gegen eine starre, dem Einzelfall keinen Raum gebende Regelung, wie sie die Berufsordnung für Baden-Württemberg vorsieht (striktes Verbot für drei Jahre nach Beendigung der Behandlung) bestehen verfassungsrechtliche Bedenken (unverhältnismäßige Beschränkung der Grundrechte).

Rüdiger Nübling, Michael Reisch, Trudi Raymann
Zur psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Baden-Württemberg
Zusammenfassung: Der Grad der psychotherapeutischen Versorgung von psychisch kranken oder beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen wird nicht nur in Baden-Württemberg kontrovers diskutiert. Während epidemiologische Studien und Eltern, die einen Therapieplatz für ihr Kind suchen, einen offensichtlichen Mangel an verfügbaren Therapieplätzen beklagen, siehe bspw. die Bundesregierung aktuell keine Anhaltspunkte für größere Versorgungsengpässe im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (Deutscher Bundestag, 2006).
Am Beispiel der Versorgungssituation in Baden-Württemberg, einem vergleichbar gut versorgten Bundesgebiet, wird eine Modellrechnung zur Abschätzung des tatsächlichen Versorgungsgrades versucht. Hier werden vorhandene epidemiologische Daten mit der aktuellen Versorgungssituation in Beziehung gesetzt. Hiernach gibt es deutliche Hinweise auf eine bestehende Unterversorgung. Bezieht man sich auf die epidemiologische Datenlage (1-Jahres-Prävenz zwischen 7 und 20%), so kann davon ausgegangen werden, dass derzeit - je nach Berechnungsgrundlage - zwischen 4 und 35% der betroffenen Kinder und Jugendlichen versorgt werden können.
Für eine belastbarere Modellrechnung allerdings fehlen sektorübergreifende Studien über die vorhandenen Versorgungskapazitäten im Sinne einer fundierten und substantiellen Versorgungsforschung. Die vorliegende Arbeit soll erste Hinweise auf die Situation in Baden-Württemberg liefern und ein epidemiologiebasiertes Modell zur Versorgungsgradabschätzung vorstellen. Die Notwendigkeit einer Bedarfsplanung, die ihren Namen verdient und sich am empirisch ermittelten Bedarf orientiert, wird hervorgehoben.
Literatur

Ulfried Geuter
Der körperbezogene Ansatz im neueren wissenschaftlichen Diskurs der Psychotherapie Teil 2
Zusammenfassung: Der erste Teil des Aufsatzes bestimmte den Ort der Körperpsychotherapie im Spektrum der psychotherapeutischen Ansätze und skizzierte ihre therapeutischen Potentiale. Im Weiteren untersuchte er die Frage, inwieweit die Ergebnisse von Säuglingsforschung und Bindungsforschung wissenschaftlich den Ansatz der Körperpsychotherapie unterstützen. Die entsprechende Forschung legt nahe, dass eine Psychotherapie ohne Körper dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht mehr entspricht.
Dieser Teil des Aufsatzes stellt die Verbindung zur Hirnforschung her. Die Bedeutung dieser Forschung für die klinische Praxis wird an der Arbeit mit den Emotionen in der Psychotherapie ausgeführt und an einigen Interventionstechniken und einer klinischen Vignette illustriert. Nähere Ausführungen finden sich zur Relevanz der körperlichen Selbstwahrnehmung und der kathartischen Arbeit.
Literatur

Heiner Vogel, Nikolaus Melcop, Christa Müller, Nathali Klingen, Britta Hermann
Zur Diskussion
Wie können die Kammern die Ausbildungsteilnehmer/innen stärker in ihre Arbeit einbeziehen?
Anlage zum Beitrag

Hartmut Gerlach
Recht: Aktuell
Die Rente ist sicher
Dozenten und Supervisoren an Ausbildungsinstituten Teil 1

Johann Rautschka-Rücker
Recht: Aktuell
Das Psychotherapeutengesetz und die Psychotherapie in Institutionen

Rüdiger Nübling
Aktuelles aus der Forschung

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Ausgabe 2/2006

Editorial

Christoph Kröger
Ein Konzept zur psychosozialen Notfallversorgung – ein Diskussionsbeitrag
Zusammenfassung: Die Mehrheit der Bevölkerung benötigt nach traumatischen Ereignissen keine professionelle Hilfe. Spezifische Traumen, individuelle Faktoren sowie berufsbedingte Tätigkeiten erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Posttraumatische Belastungsstörung oder andere traumaassoziierte Störungen. Kurz nach dem Trauma kann gegenwärtig weder eine valide Prognose abgegeben noch eine effektive Intervention angeboten werden. Auf der Basis dieser Befunde wird ein Präventionskonzept auf vier Ebenen entworfen. An die Gesamtbevölkerung und an Multiplikatoren richten sich leicht zugängliche Informationen. Berufsbedingte Risikogruppen sollten auf die psychische Belastung während des Einsatzes durch Aus- und Fortbildungen vorbereitet werden. Bei Katastrophen könnten beauftragte Notfallpsychotherapeuten die psychosoziale Gesundheit der Einsatzkräfte überwachen und stabilisieren. Bei bleibenden Beschwerden sollte als indizierte Präventionsmaßnahme eine nachweislich effektive kognitiv-behaviorale Frühintervention durchgeführt werden. Zur sekundären Prävention werden evidenzbasierte psychotherapeutische Verfahren empfohlen.

Ulfried Geuter
Körperpsychotherapie – Teil 1
Zusammenfassung: Der Aufsatz bestimmt am Anfang den Ort der Körperpsychotherapie im Spektrum der psychotherapeutischen Ansätze und skizziert ihre therapeutischen Potenziale. Im Weiteren untersucht er die Frage, inwieweit die Ergebnisse von Säuglingsforschung, Bindungsforschung und Hirnforschung wissenschaftlich den Ansatz der Körperpsychotherapie unterstützen. Die entsprechende Forschung legt nahe, dass eine Psychotherapie ohne Körper dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht mehr entspricht.
Die Bedeutung dieser Forschung für die klinische Praxis wird an der Arbeit mit den Emotionen in der Psychotherapie ausgeführt und an einigen Interventionstechniken und einer klinischen Vignette illustriert. Nähere Ausführungen finden sich zur Relevanz der körperlichen Selbstwahrnehmung und der kathartischen Arbeit.
Dieser Teil des Aufsatzes, der auch die Verbindung zur Hirnforschung herstellt, wird im nächsten Heft veröffentlicht.
Literatur

Julia Lademann, Heike Mertesacker, Birte Gebhardt
Psychische Erkrankungen im Fokus der Gesundheitsreporte der Krankenkassen
Zusammenfassung: Die aktuellen Gesundheitsberichte verschiedener gesetzlicher Krankenkassen in Deutschland stellen – unabhängig voneinander – die zunehmende Bedeutung psychischer Störungen beim Krankenstand heraus. Obwohl sich der Rückgang des Krankheitsstandes insgesamt fortsetzt, steigt das Ausmaß der Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen an. Ein systematischer Vergleich der aktuellen AU-Reporte der AOK, BARMER, BKK, DAK, IKK und TK hinsichtlich psychischer Störungen liefert einen Überblick zu deren Entwicklung und Bedeutung im Krankenstand. Trotz unterschiedlicher Versichertenklientel sowie verschiedener Methoden in der Datenberechnung und -darstellung lassen sich ähnliche Trends in Bezug auf die Gesamtzunahme, Einzeldiagnosen und verschiedene Versichertengruppen ausmachen. Aufgrund dieser Entwicklungen verfolgen die Krankenkassen neue Versorgungsansätze, die sich an europäischen und nationalen Handlungsempfehlungen für den Bereich psychischer Störungen orientieren.

Inge Frohburg
Zum Postulat der störungsspezifischen Indikation
Zusammenfassung: Der erste Teil des Beitrages befasst sich mit einem störungsorientierten Indikationsverständnis, so wie es teilweise fachintern, vor allem aber in verschiedenen berufs- und sozialpolitisch wichtigen Psychotherapie-Dokumenten (u. a. des Wissenschaftlichen Beirates Psychotherapie, im Förderschwerpunkt Psychotherapieforschung und in Psychotherapie-Leitlinien und Behandlungs-Manualen) vertreten wird. Argumente aus theoretischer Sicht, Ergebnisse vieler empirischer Forschungsarbeiten und auch das Expertenwissen klinisch tätiger Psychotherapeuten belegen übereinstimmend, dass ein störungsbezogenes Indikationsverständnis zwar für die Psychotherapie allgemein gelten kann, jedoch nicht für verfahrensabhängige differentielle Indikationsstellungen. Der zweite Teil des Beitrages wendet sich deshalb alternativen, den heutigen wissenschaftlichen Kenntnissen eher entsprechenden Indikationsmodellen zu. Aus den kritischen Bewertungen der unterschiedlichen Ansätze werden abschließend Schlussfolgerungen für berufs- und sozialrechtliche Regelungen und die künftige verfahrensspezifisch differentielle Indikationspraxis und -forschung gezogen.
Literatur

Horst Kächele
Wirksamkeitsnachweise – Das Bessere ist der Feind des Guten

Hartmut Gerlach
Recht: Aktuell
Qualitätssicherung in Beratung und ambulanter Therapie von Essstörungen. Eine Praxisstudie. Reich, G., Witte-Lakemann, G. & Killius, U. (2005). Göttingen: V&R unipress. 394 Seiten.

Karin Welsch
Aktuelles aus der Forschung
Yoga für Kinder mit ADHS

Albrecht Stadler
Buchrezension
Kernberg, O.F. & Hartmann, H.-P. (Hrsg. ). (2006). Narzissmuss. Grundlagen – Störungsbilder – Therapie. Stuttgart: Schattauer. 792 Seiten.

Anne Fischer
Buchrezension
Marlock, G. & Weiss, H. (Hrsg.). (2006). Handbuch der Körperpsychotherapie. Stuttgart: Schattauer. 1120 Seiten.

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Ausgabe 1/2006

Editorial

Jürgen Hardt und Mathias Hebebrand
Psychotherapie als "Lebensform"
Zusammenfassung: Die Autoren fordern unter Bezug auf das Konzept der "Lebensform" von Ludwig Wittgenstein und der "Gegenstandsbildung" von Wilhelm Salber einen praxeologischen Zugang, um Orientierung in der unübersichtlichen psychotherapeutischen Landschaft zu geben. Die unterschiedlichen Traditionen erscheinen ihnen als Sprachspiele, die in ihren Verwandtschaftsbeziehungen zu einer gemeinsamen "Lebensform Psychotherapie" zu sehen sind. Die psychotherapeutische Tätigkeit wird dabei im Anschluss und Überschreiten des alltäglichen Umgangs mit seelischen Störungen verstanden. Regelhafte Übersetzung des Alltagsverstehens scheint den Autoren das einzige Mittel zu sein, um wissenschaftlichen Ansprüchen in der klinischen Situation zu genügen und zugleich den Reichtum der unterschiedlichen Sprachen nicht zu zerstören.

Eva Kanth
Sozialmedizinische Nachsorge in der Pädiatrie: Ein Arbeitsfeld für Psychotherapeuten?
Zusammenfassung: Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz 2003 wurde der Leistungsumfang des SGB V um die "sozialmedizinische Nachsorge in der Pädiatrie" erweitert (§ 43 Abs. 2 SGB V). Der Stellenwert der psychotherapeutischen Versorgung in der sozialmedizinischen Nachsorge ist dabei bislang unzufriedenstellend gelöst. Psychotherapeuten sind nicht explizit innerhalb der sozialmedizinischen Nachsorge nach § 43 Abs. 2 SGB V vorgesehen, sondern können als Partner einer Nachsorgeeinrichtung Patienten zugewiesen bekommen. Im folgenden Beitrag werden grundlegende Definitionen, der aktuelle Stand der gesundheitspolitischen Diskussion sowie Konsequenzen für die Psychotherapie in der sozialmedizinischen Nachsorge aufgezeigt.

Inge Berns und Martin Stellpflug
Muster-Berufsordnung
Zusammenfassung: Nach einjähriger Vorbereitungszeit lag der Delegiertenversammlung der Bundespsychotherapeutenkammer der Entwurf einer Muster-Berufsordnung vor. In einem außerordentlichen 7. Deutschen Psychotherapeutentag in Dortmund berieten die Delegierten ausgiebig und verabschiedeten die erste Muster- Berufsordnung für Psychotherapeuten. In diesem Beitrag werden die Diskussionsschwerpunkte und Ergebnisse beschrieben.

Hartmut Gerlach
Recht: Aktuell
TVöD – Hoffnung der Psychotherapeuten
Das neue Tarifrecht für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst

Thomas Lecher
Aktuelles aus der Forschung
Zur Wirksamkeit von tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Dietrich Munz
Buchrezension
Qualitätssicherung in Beratung und ambulanter Therapie von Essstörungen. Eine Praxisstudie. Reich, G., Witte-Lakemann, G. & Killius, U. (2005). Göttingen: V&R unipress. 394 Seiten.

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg
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Saarland
Schleswig-Holstein

 

Ausgabe 4/2005

Editorial

Leslie Greenberg
Emotionszentrierte Therapie: Ein Überblick
Zusammenfassung: Es werden die grundlegenden Prinzipien eines emotionszentrierten Therapieansatzes vorgestellt. In diesem Ansatz kommt der Emotion eine fundamentale Bedeutung beim Aufbau des Selbst und eine Schlüsselstellung bei der Selbstorganisation zu. Menschen haben nicht nur Emotionen, sie befinden sich auch in einem ständigen Prozess, diese zu verstehen. Was für sie Sinn macht, so die Annahme, entsteht aus dem Prozess der Selbstorganisation und Explikation ihrer eigenen emotionalen Erfahrung, und eine optimale Adaptation erfordert die Integration von Denken und Fühlen. Vor diesem Hintergrund werden Therapeuten als Emotionsbetreuer (Emotion Coaches) angesehen, die darauf hinwirken, dass verstärkt eine emotionszentrierte Problembewältigung stattfindet, indem sie Menschen bei der Bewusstwerdung, dem Akzeptieren und dem Verstehen ihrer emotionalen Erfahrung unterstützen. Das Betreuen von Emotionsprozessen (Emotion Coaching) in der Psychotherapie basiert auf den zwei Phasen Ankommen und Verlassen (Arriving and Leaving). Ein grundlegender Satz besagt, dass man einen Ort erst dann wieder verlassen kann, wenn man zuvor dort angekommen ist. Es werden vier wesentliche, empirisch untermauerte Grundlagen diskutiert, die das Fördern von Emotionsprozessen bestimmen: Das Gewahrwerden, die Regulation, die Transformation und die Reflexion von Emotionen.

Oliver Decker
Alles auf eine Karte setzen: Elektronisches Regieren und die Gesundheitskarte
Zusammenfassung: In diesem Beitrag wird am Beispiel des eHealth-Systems eine Wirkung des elektronischen Regierens, des eGovernments, betrachtet werden. Insbesondere der Einführung der Gesundheits- und Heilberufskarte wird eingangs die Aufmerksamkeit gewidmet. Sie sind die technischen Voraussetzungen für die Telematikmedizin und damit der erste Schritt auf dem Weg zur elektronischen Patientenakte. Um die exemplarische Bedeutung der Gesundheitskarte für das eGovernment zu verdeutlichen, wird in diesem Beitrag zunächst der administrative Hintergrund skizziert. Im nächsten Schritt soll die Foucaultsche Analyse von Regierungstechniken vorgestellt werden. Beispielhaft ist hier der "Panoptismus" als Technik der Kontrolle, mit der das überwachte Subjekt in seine Kontrolle und Disziplinierung eingebunden wird. Der abschließende Rückbezug auf die Gesundheitskarte kann sichtbar machen, inwieweit bereits diese Karte, unabhängig von den repressiven Überwachungsmöglichkeiten, als Verfeinerung der Kontrolle verstanden werden kann.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Bunk, D.
Aktuelles aus der Forschung

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Bremen
Hamburg
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein

 

Ausgabe 3/2005

Editorial

Scherer, U., Mayer, K., Neuser, J.
Die schriftlichen Prüfungen nach dem Psychotherapeutengesetz: Ergebnisse und Analysen
Die Ausübung der heilkundlichen Psychotherapie ist an die Ablegung einer staatlichen Prüfung gebunden, deren schriftlicher Teil seit Herbst 2002 bundesweit durchgeführt wird. Die Autoren erläutern die Rahmenbedingungen der zentralen Prüfungen und berichten über die Entwicklung der Prüfungsergebnisse. Vertiefende Analysen gelten insbesondere den Auswirkungen unterschiedlicher Ausbildungsmodalitäten und Zulassungsvoraussetzungen.

Wolff, A.
Schriftliche Prüfungen im Ausbildungsgang für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten – ein Angriff auf die KJP-Ausbildung?
Die zuletzt vorliegenden Prüfungsergebnisse bei den schriftlichen Prüfungen nach der KJPsychTh-APrV sind alarmierend schlecht. Die möglichen Hintergründe dafür werden kritisch reflektiert, auf ihre strukturellen Zusammenhänge und Widersprüche hin untersucht und die drohenden quantitativen und qualitativen Folgen für die Zukunft des Berufsstands KJP aufgezeigt.

Hensen, G. & Körner, W.
Erziehungsberatung – eine Standortbestimmung der Position von Psychotherapie in der Jugendhilfe

Psychotherapeutische Verfahren gehören zum Standard institutioneller Erziehungsberatung. Es wird eine Standortbestimmung der Erziehungsberatung im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Psychotherapie vorgenommen, die für eine therapeutische Orientierung plädiert, die sich ihrer gesellschaftlichen Relevanz bewusst ist und daher bereit ist, sozialpädagogische Ansätze in die Erziehungsberatung zu integrieren.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Kümmler, P.
Aktuelles aus der Forschung

ZUR DISKUSSION
Dilg, R.
Welche Rolle kann empirische Validierung für die psychotherapeutische Praxis spielen?
Kommentar zu Klaus Grawes Artikel im Psychotherapeutenjournal 1/2005 „(Wie) kann Psychotherapie
durch empirische Validierung wirksamer werden?“


Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
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Ausgabe 2/2005

Editorial

Baumann-Frankenberger, P.
Gesundheitsziele für Deutschland. Depression im Blickpunkt
Das gegenwärtig diskutierte Konzept der empirischen Validierung von Therapiemethoden wird in Frage gestellt. Stattdessen wird ein Konzept vorgeschlagen, wie Psychotherapie durch empirische Validierung von Wirkfaktoren, Sichtweisen und Therapieausbildungen insgesamt noch wirksamer gemacht werden kann.

Tschuschke, V.
Die Psychotherapie in Zeiten evidenzbasierter Medizin. Fehlentwicklungen und Korrekturvorschläge
EBM als Maßstab wissenschaftlich fundierter Medizin wird als für die Psychotherapie unangemessenes Paradigma zurückgewiesen, speziell das randomisiert-kontrollierte (RCT) Studiendesign. Stattdessen benötigt die Psychotherapie methodisch hoch aufwändige Prozess-Ergebnis-Studien in naturalistischen klinischen Settings, um ihre Theorie und Praxis wissenschaftlich zu begründen.

Werther, F.
Warum finden Menschen mit geistiger Behinderung so schwer einen ambulanten Psychotherapieplatz? Überlegungen zu den Ursachen und Gedanken zur Überwindung der Misere

Das Risiko psychisch zu erkranken ist bei Menschen mit geistiger Behinderung erhöht. Die Psychotherapie hat schulenübergreifend theoretische und praktische Ressourcen, die jedoch für diese Klientel kaum genutzt werden. Die Folge ist eine extreme ambulante Unterversorgung. Der Artikel geht den möglichen Ursachen dieser Vernachlässigung aus historischer und psychodynamischer Perspektive nach.

Hau, S.
Empirische Forschung in der Psychoanalyse
Auf der Basis langjähriger psychoanalytischer klinischer Forschung wird gezeigt, dass interdisziplinäre empirische Forschung auch in der Psychoanalyse eine lange Tradition hat. Die sich vor allem in der klinischen Erforschung von Behandlungsverläufen ergebenden methodischen und erkenntnistheoretischen Probleme werden diskutiert. Dabei zeigt sich, wie klinische und außerklinische Forschung sich gegenseitig ergänzen. Am Beispiel chronisch depressiver Patienten wird der Forschungsbedarf verdeutlicht und der Anwendungszusammenhang empirischer interdisziplinärer psychoanalytischer Forschung erläutert.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Thielen, M. & Lecher, T.
Aktuelles aus der Forschung

BUCHREZENSION

Bunk, D.
Rössler, W. (2004). Basiswissen: Psychologen in der psychiatrischen Klinik

Kümmler, P.
Kernberg, O., Dulz, B. & Eckert, J. (Hrsg.) (2005). WIR: Psychotherapeuten – über sich und ihren
„unmöglichen“ Beruf.

Zur Information:

Niens, W. & Vogel, H.
Weiteres Vorgehen zum Tarifrecht des öffentlichen Dienstes

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
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Schleswig-Holstein

 

Ausgabe 1/2005

Editorial

Grawe, K.
(Wie) kann Psychotherapie durch empirische Validierung wirksamer werden?
Das gegenwärtig diskutierte Konzept der empirischen Validierung von Therapiemethoden wird in Frage gestellt. Stattdessen wird ein Konzept vorgeschlagen, wie Psychotherapie durch empirische Validierung von Wirkfaktoren, Sichtweisen und Therapieausbildungen insgesamt noch wirksamer gemacht werden kann.

Kriz, J.
Von den Grenzen zu den Passungen
Viele Psychotherapeuten arbeiten heute methodenübergreifend mit komplex gestörten Patienten. Begriffe wie "Konsiliar- und Liaisondienste", "Casemanagement", "Integrierte Versorgung" oder "Medizinische Versorgungszentren" belegen weitere strukturelle Veränderungen psychotherapeutischer Arbeit. Dies erfordert, bestehende bürokratische und ideologische Grenzen - z.B. "Richtlinienverfahren" für ätiologisch reine Störungskategorien - zugunsten einer passungsgerechteren Versorgung der Patienten zu überwinden.

Hardt, J.
Was heißt Prävention

Das Gesetzesvorhaben "Prävention" wird an seinem Anspruch gemessen. Wirksame Prävention muss Gesundheitspolitik in Richtung umfassender Kulturpolitik überschreiten, weil es um Einflussnahme auf Lebensumstände und Lebensformen geht. Wegen der nicht beantworteten Legitimationsfrage, die solche Einwirkung in einer freien Gesellschaft aufwirft, greift das Gesetzesvorhaben zu kurz. Die Einbindung psychotherapeutischen Sachverstandes wird verlangt.

Scholz, O. B.
Hypnose als psychotherapeutische Methode: Ergebnisse der psychologischen Psychotherapieforschung
Es wird ein Überblick über den gegenwärtigen Stand der angewandten und Grundlagenforschung zur Hypnotherapie gegeben. Die Grundzüge des Verfahrens werden dargestellt. An verschiedenen Beispielen werden mnestische, behaviorale und biologische Begleitprozesse bzw. Mechanismen von hypnotischer Trance erläutert. Einige ausgewählte Störungen, die mit Hypnotherapie - teilweise auch adjuvant - erfolgreich behandelt werden können, werden dargestellt. Der breite Indikationsbereich der psychotherapeutischen Problem- und Aufgabenstellungen, die hypnotherapeutisch bearbeitet werden können, wird abgesteckt.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Bunk, D.
Aktuelles aus der Forschung

ZUR DISKUSSION

Haenel, F. & Balke, N.
Erwiderung auf den Artikel von Hans Fischer "Schwurgericht und Psychotherapeut im Spannunsfeld zwischen Wahrheitsfindung und Patientenschutz" im Psychotherapeutenjournal 3/2004

Fischer, H.
Replik auf die Erwiderung von Ferdinand Haenel und Nora Balke

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
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Niedersachsen
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Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein


 

Ausgabe 4/2004

Editorial

Fonagy, P. & Roth, A.
Ein Überblick über die Ergebnisforschung anhand nosologischer Indikationen, Teil II
Die Autoren stellen die Ergebnisse einer Überscihtsarbeit zur Effektivität psychotherapeutischer(psychosozialer Interventionen bei den wichtigsten psychischen Stgen bzw. Störungsgruppen vor (hier in Teil II: Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen und Substanzmissbrauch). Die Arbeit basiert im Wesentlichen - jedoch nicht ausschließlich - auf systematischen Reviews randomisierter kontrollierter Studien, wobei anhand der Einschlusskriterien ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Standards der evidenzbasierten Medizin unklinischer Relevanz angestrebt wurde. Teil I dieses Artikels wurde in Heft 3/04 veröffentlicht.

Alpers, G. & Vogel, H.
Bachelor oder Master, wer wird Psychotherapeut? Was die Neufassung der Studienabschlüsse für die Psychotherapieausbildung bedeutet
Im Zuge der Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochscumes wird es in den nächsten Jahren zur Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen in Psychologie kommen. Der Artikel charakterisiert die veränderten Studiengänge und regt zur Diskussion über kritische Punkte an, die bei der Reform aus Sicht der Psychotherapeuten beachtet werden sollten.

Frohburg, I.
Argumente für die Aufnahme der Gesprächspsychotherapie in den Leistungskatalog der GKV
Der Beitrag stellt ein inhaltlich differenziert begründetes Plädoyer für die Aufnahme der Gesprächspsychotherapie in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen dar. Der Anspruch, diese Therapieform als weiteres psychotherapeutisches Richtlinien-Verfahren anzuerkennen, wird mit Argumenten zum Nutzen, zur medizinischen Notwendigkeit und zur Wirtschaftlichkeit ihrer sozialrechtlichen Anerkennung begründet.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Ripper, B.
Thielen, M. & Lecher, T.

Aktuelles aus der Forschung

BUCHREZENSION

Smola-Glück, T.
Peter Meinolfs (2004). Klinische Entwicklungspsychologie des Alters - Grundlagen für psychosoziale Beratung und Psychotherapie

ZUR DISKUSSION

Qualitätssicherung in der Psychotherapie
Beiträge und Stellungnahmen zu den Artikeln von Richard, M. und Vogel, H. in Ausgabe 2/2004

Neefs, R. & Reuther-Dommer, W.
In der Zange: Qualitätssicherung zwischen Kostenkontrolle und Therapieentwicklung

Thielen, M.
Verbessert eine "Systematische Verlaufsbeobachtung" die interne Qualitätssicherung ambulanter Psychotherapie?

Mannheim-Rouzeaud, R.
Qualitätssicherung auf Abwegen - Wie Machtansprüche an Stelle psychologischen Wissens sich auszubreiten suchen

Richard, M. & Vogel, H.
Erwiderung auf die Stellungnahmen von R. Neefs & W. Reuther-Dommer, M. Thielen und R. Mannheim-Rouzeaud

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Bremen
Hamburg
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein

 

Ausgabe 3/2004

Editorial

Fonagy, P. & Roth, A.
Ein Überblick über die Ergebnisforschung anhand nosologischer Indikationen, Teil I
Die Autoren stellen die Ergebnisse einer Übersichtsarbeit zur Effektivität psychologisch-psychotherapeutischer Interventionen bei den wichtigsten psychischen Störungen bzw. Störungsgruppen vor (hier in Teil I: Depressionen, Phobien, Zwangsstörungen, PTBS, Schizophrenien und bipolare Störungen). Die Arbeit basiert im Wesentlichen – jedoch nicht ausschließlich – auf systematischen Reviews randomisierter kontrollierter Studien, wobei anhand der Einschlusskriterien ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Standards der evidenzbasierten Medizin und klinischer Relevanz angestrebt wurde. Teil II folgt in Heft 4/04

Best, D.
Novellierung der GOÄ / GOP dringend erforderlich
Die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) verweist auf die GOÄ und ihren völlig veralteten Leistungskatalog. Die Leistungen der Psychotherapeuten sind in der GOP nicht angemessen repräsentiert und ihre Anwendung führt zu vielen Abrechnungsproblemen. Eine Novellierung ist dringend geboten. Der Beitrag benennt die Optionen für eine Novellierung und die Forderungen der Bundespsychotherapeutenkammer an eine moderne, den Bedürfnissen der Psychotherapeuten gerecht werdende Gebührenordnung.

Lueger, S.
Psychotherapie in der medizinischen Rehabilitation
Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Klinische Psychologen in der medizinischen Rehabilitation auch psychotherapeutisch tätig sind. Am Beispiel der kardiologischen Rehabilitation wird aufgezeigt, dass Psychotherapie ein wichtiger Bereich im Tätigkeitsfeld für Psychologen/Psychotherapeuten in der medizinischen Rehabilitation darstellt.

Fischer, H.
Schwurgericht und Psychotherapeut im Spannungsfeld zwischen Wahrheitsfindung und Patientenschutz
Das Strafgericht muss in der Hauptverhandlung die Zeugen im Gerichtssaal in Anwesenheit aller Beteiligten, auch des Angeklagten, direkt sehen und hören. Dies verlangt die deutsche Strafprozessordnung (StPO). Der Psychotherapeut, der einen meist sehr wichtigen Zeugen, nämlich einen traumatisierten Patienten, behandelt, befürchtet bei dieser Konfrontation, insbesondere mit dem Angeklagten, eine Retraumatisierung. Der Therapeut möchte den Zeugen / seinen Patienten am liebsten "sperren", um ihn zu schützen. Lösungen dieses Dilemmas bietet die StPO an. Um diese Lösungen zu realisieren, ist für das Gericht die auf Zusammenarbeit ausgerichtete sachverständige Hilfe des Therapeuten erforderlich. In dem Beitrag wird auch über das neue Vergütungsrecht für Sachverständige informiert.

Frohburg, I.
Vergessene Daten - Zur Entwicklung der Psychotherapie in der DDR
Den Beitrag von Kommer und Wittmann über die Entwicklung der Psychotherapie in Deutschland im Psychotherapeutenjournal 2/2002 ergänzend werden Entwicklungsetappen der Psychotherapie in der DDR und die sie im Wesentlichen charakterisierenden Ereignisse beschrieben sowie nach Ansicht der Autorin beachtens- und bewahrenswerte Aspekte dieser Entwicklung genannt.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Thielen, M. & Lecher, T./Benecke, A.
Aktuelles aus der Forschung

Buchrezension
Bunk, D./ Vogel, H. & Wasem, J. (Hrsg.) (2004): Gesundheitsökonomie in Psychotherapie und Psychiatrie


Schmid, V.
Nachruf Karin Flamm


Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
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Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein

 

Ausgabe 2/2004

Editorial

Schmude, M. & Pauli, G.
Vom Schlechten des Guten
Kritischer Diskurs zu einer zukunftsorientierten Weiterbildung des Berufsstandes durch die Psychotherapeutenkammern aus Sicht institutionell integrierter Psychotherapie

Eine zukunftsweisende Berufspolitik darf sich nicht darin erschöpfen, auf den gegenwärtigen Status zu verweisen. Vielmehr muss sie auf die gesellschaftlichen Entwicklungen und die Veränderungen der Hilfebedarfe reagieren und ein Berufsbild erarbeiten, das die Mitgliedschaft integriert und neue Tätigkeitsfelder erschließt. Für das Selbstverständnis der Psychotherapeuten ist es am wichtigsten, die fachliche Kompetenz - und nicht die unmittelbare Tätigkeit - als zentrales Berufsmerkmal in den Mittelpunkt zu stellen. Kooperations- und Vernetzungskompetenzen werden immer stärker Teil der beruflichen Tätigkeit. Dieser Entwicklung müssen die Psychotherapeutenkammern Rechnung tragen.

Fink, A. M.
AD(H)S - Ein Diskussionsbeitrag aus der Praxis
Die Verabschiedung der Eckpunkte zur Versorgung von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung vor einem Jahr nimmt der Autor zum Anlass, die Behandlungssituation praxisnah zu reflektieren. Die Zunahme der Diagnosestellung wird in einen gesellschaftlichen Kontext gestellt und eine mehrdimensionale Diagnostik als Spurensuche nach den Wirkzusammenhängen des unaufmerksamen, unruhigen und impulsiven Verhaltens beschrieben. Das vorgestellte integrierte Behandlungsmodell bezieht die Familiendynamik mit ein. In der Prävention plädiert Fink für eine Ausrichtung der Elternschulungen an den psychosozialen Belastungsfaktoren der Familien. Abschließend wird die schleppende Vernetzung kritisiert und einen Bezug zu den Kürzungen in der Jugendhilfe, der Unterversorgung durch niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie zu den unzureichenden Abrechnungsmöglichkeiten für ein interdisziplinäres Arbeiten im Gesundheitswesen hergestellt.

Vogel, H.
Qualitätssicherung: ein Arbeitsprogramm im Spannungsfeld zwischen Förderung und Disziplinierung
Qualitätssicherung ist für alle Felder der Gesundheitsversorgung, so auch für die Psychotherapie, eine zentrale Herausforderung. Jedoch verbergen sich hinter dem allgemeinen Titel vielfältige Interessen und unterschiedliche Teilaufgaben. Als Einführung in das Themengebiet, dem in diesem und in den folgenden Heften einige weitere Beiträge gewidmet sein werden, bietet der Text eine Einführung in Grundkonzepte, Begrifflichkeiten und Problemstellungen der Qualitätssicherung in der Psychotherapie und psychosozialen Versorgung.

Richard, M.
Systematische Verlaufsbeobachtung in der ambulanten Psychotherapie. Ein Vorschlag zur ergebnisorientierten internen Qualitätssicherung
Dieser Beitrag beschreibt ein Konzept zu einer in der Praxis durchführbaren, verfahrensunspezifischen, ergebnisorientierten und internen Qualitätssicherung für die ambulante Psychotherapie ("Systematische Verlaufsbeobachtung", SVB). Der Kerngedanke besteht dabei darin, vom Patienten wichtige Parameter in der Therapie fortwährend zu erheben und ihren Verlauf an die Therapeuten zurückzumelden. Dieses Vorgehen geht damit über die bloße Dokumentation von Therapieverlauf und -ergebnis hinaus, bei dem die Resultate nach Abschluss der Therapie zwar vorliegen, aber weder dem Therapeuten noch dem Patienten mehr nützen können. Diese Arbeit betrachtet kritisch aktuelle Modelle des Qualitätsmanagements in der ambulanten Psychotherapie. Sie erläutert und illustriert das konkrete Vorgehen der SVB und umreißt kurz seinen Forschungshintergrund.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Ripper, B.
Aktuelles aus der Forschung

ZUR DISKUSSION

Stellungnahme zum Artikel von Fiedler, P. „Ressourcenorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen“ in: Psychotherapeutenjournal 1/2004
Zurhorst, G.

Stellungnahme zum Artikel von Fiedler, P. „Ressourcenorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen“ in: Psychotherapeutenjournal 1/2004
Hardt, J. & Hebebrand, M.

Erwiderung auf die Stellungnahmen von G. Zurhorst und J. Hardt & M. Hebebrand

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg
Bayern
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Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein

 

Ausgabe 1/2004

Editorial

Fiedler, P.
Ressourcenorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen
Unterschiedliche Studien mit schwierigen und persönlichkeitsgestörten Patienten machen darauf aufmerksam, dass insbesondere konfrontative Psychotherapiestrategien die auf negative Anteile der Person fokussieren, für eine Ressourcenorientierung wenig geeignet sind. Entsprechend werden als zentrale Elemente einer ressourcenorientierten Therapie bei Persönlichkeitsstörungen die Beratung und Supervision sowie das systematische Training von Patienten angesehen.

Hermes, H.
So kann man nicht arbeiten. Psychotherapeuten in der Psychiatrie
Bei den sich verschärfenden Verteilungskämpfen im Gesundheitswesen verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen für Psychotherapeuten in der Psychiatrie, zumal sie wegen des derzeitigen rechtlichen Schwebezustandes infolge mangelnder Berücksichtigung beim Psychotherapeutengesetz sowieso einen schweren Stand haben. Aber: Die Psychotherapeuten in der Psychiatrie wollen ihre "verrückte" Rechtslage verändern.

Schwarz, M.
Ethische und juristische Spezifika bei Psychotherapien von Kindern und Jugendlichen
Der Beitrag untersucht rechtliche und ethische Besonderheiten bei der psychotherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter dem Gesichtspunkt der Behandlungseinsicht, der Zustimmung zur Psychotherapie bei geschiedenen Eltern und der Schweigepflichtsproblematik.

DOKUMENTATION

Richter, R.
Frankreich regelt Psychotherapie oder „Touche pas à mon psy“
In Frankreich hat ein Gesetzentwurf zur Psychotherapie Nationalversammlung und Senat in erster Lesung passiert. Er sieht vor, dass sich alle Personen, die psychotherapeutisch tätig sein wollen und die weder Ärzte, Psychologen oder Psychoanalytiker sind, einer staatlichen Überprüfung unterziehen müssen. Die möglichen Folgen für eine europäische Regelung werden diskutiert.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Ripper, B.
Aktuelles aus der Forschung

Buchrezensionen
Borgmann, G.: Achim Leschinsky (Hrsg.): Ursula Plog: Von einer, die auszog, die Psychiatrie das Zuhören zu lehren

Borg-Laufs, M.: Andreas Vossler: Perspektiven der Erziehungsberatung

ZUR DISKUSSION
Stellungnahme zum Artikel von Döpfner „Wie wirksam ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie?“
Fröhlich-Gildhoff, K.

Stellungnahme zum Artikel von Döpfner „Wie wirksam ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie?“
Berns U. & Berns I.

Erwiderung auf die Stellungnahmen von Fröhlich-Gildhoff und Berns & Berns
Döpfner, M.

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg
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Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein

 

Ausgabe 4/2003

Editorial

Döpfner, M.
Wie wirksam ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie?
Eine Übersicht über empirische Ergebnisse zur Wirksamkeit von Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter. Meta-Analysen belegen die Wirksamkeit vor allem kognitiv-behavioraler Verfahren und weisen darauf hin, dass durch Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Effekte erzielt werden, die mit den Effekten der Erwachsenenpsychotherapie vergleichbar sind. Mehrere Interventionen können mittlerweile als evidenzbasiert eingestuft werden. Weitere empirische Forschung ist - auch in Deutschland - dringend nötig.

Groeger, W.
Berufspolitische Weichenstellungen
Ausgehend von einer Analyse der Ausgangsbedingungen hinsichtlich der Qualifikation Psychologischer PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen wird untersucht, welche Gestaltungsmöglichkeiten und -erfordernisse sich ergeben. Orientiert an den Zielen einer qualitativ hochstehenden Berufsausübung und Gesundheitsversorgung werden Schlussfolgerungen für die Weichenstellungen gezogen, die die Selbstverwaltungen der PsychotherapeutInnen aktuell zu treffen haben.

Cramer-Düncher, U.
Weiterbildungsregelungen der Kammern - ein komplexes Feld
In einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Landeskammern wurden die gesetzlichen Grundlagen und die Ordnungen der anderen Heilberufe zur Weiterbildung und Fortbildung gesichtet und bewertet, um einen Vorschlag für eine Musterweiterbildungsordnung (MWBO) für Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinderund JugendlichenpsychotherapeutInnen vorzulegen. Es wird ein Überblick über die verschiedenen Problemfelder, Vorteile und Gefahren einer MWBO gegeben und der Diskussionsprozess innerhalb der AG sowie der Erkenntnisstand am Ende der Arbeit wiedergegeben.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Ripper, B.
Aktuelles aus der Forschung

Buchrezensionen
Bunk, D.: Kusch, M.: Versorgungspsychologie. Wie Forschung zur Praxis wird!

DOKUMENTATIONEN
Stellungnahme zur Versorgungssituation in der ambulanten Neuropsychologie: Landeskammer für Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten Hessen

Kurznachrichten
ver.di engagiert sich für Psychotherapeuten
Neues vom wissenschaftlichen Beirat: Verhaltenstherapie und psychodynamische Psychotherapie anerkannt!

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
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Rheinland-Pfalz

 

Ausgabe 3/2003

Editorial

Borg-Laufs, M.
Psychotherapie in Beratungsstellen
Die Frage, ob in Beratungsstellen Psychotherapie ausgeübt wird, wird in diesem Beitrag aus fachlicher Perspektive beantwortet. Demnach scheint gerade in diesem Setting eine zeitgemäße Konzeption von Psychotherapie im einzelfallangepassten Zusammenspiel mit anderen Hilfeleistungen verwirklicht zu werden.

Stellpflug, M.
Aktuelle Vergütungsfragen im GKV-Leistungssystem
In dem Artikel wird über noch offene Rechtsfragen zur Vergütung psychotherapeutischer Leistungen im Jahre 1999 und für die Zeit ab dem Jahre 2000 berichtet, die für die noch laufenden Widerspruchsverfahren bzw. Klagen vor den Sozialgerichten von Bedeutung sind. Auch auf die Vergütungsfrage für die psychotherapeutischen Behandlungen in Ausbildungsstätten wird eingegangen.

Brockmann, J., Schlüter, T. und Eckert, J.
Frankfurt-Hamburg Langzeit-Psychotherapiestudie
In einer prospektiven Studie wurden Patienten mit einer depressiven oder einer Angststörung verglichen, die mit Langzeitverhaltenstherapie oder mit psychoanalytischer Langzeitpsychotherapie behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Psychoanalytiker und Verhaltenstherapeuten zwar erfolgreich dieselben Störungsbilder, jedoch in vielfacher Hinsicht sehr unterschiedliche Menschen behandeln. Für die Veränderungen der Symptomatik und der interpersonalen Problematik werden Effektstärken mitgeteilt, die die Wirksamkeit der Behandlungen belegen.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Ripper, B.
Aktuelles aus der Forschung

DOKUMENTATIONEN

Gröger, W.
Vier Jahre Psychotherapie-Ausbildung – eine erste Bilanz
Bericht über ein Expertenhearing der DGVT am 15./16. Mai 2003 in Berlin

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Bundespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg
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Rheinland-Pfalz

 

Ausgabe 2/2003

Editorial

Buchholz, M.
Relationen und Konvergenzen – neue Perspektiven der Psychoanalyse
Die Psychoanalyse hat ihren paradigmatischen Schwerpunkt vom „Trieb“ über „Ich“ und „Selbst“ zur „Interaktion“ verschoben. Die „Relation“ zwischen Psychoanalytiker und Patient(in) hat neue Aufmerksamkeiten entstehen lassen. Noch fehlt eine Theorie des wichtigen Verbindungsstücks zwischen sprachlicher Konversation und imaginativen Prozessen. Konvergenzen mit wissenschaftlichen Entwicklungen, an die die Psychoanalyse wieder Anschluss finden könnte, werden diskutiert.

Zurhorst, G.
Eminenz-basierte, evidenz-basierte oder ökologisch-basierte Psychotherapie?
Inwiefern führt die überwiegende Orientierung der Psychotherapie an labormäßigen Forschungsstandards der Medizin zu einem für dieses Fach insgesamt inadäquaten Wissenschaftsverständnis und auch zu einer Zerstörung einer angemessenen Methodenvielfalt in der psychotherapeutischen Versorgung? Die vorhandene Ausrichtung an einem praxisfernen "Goldstandard" der Wirksamkeitsforschung sollte erweitert und ergänzt werden um eine praxisrelevante Forschung, die sich einer ökologischen Validität verpflichtet weiß.

Döbert, J.
Die Kassenärztliche Vereinigung - Machtmonopol der Ärzte und Psychotherapeuten oder zahnloser Tiger?

Die Geschichte der KVen und die rechtlichen Rahmenbedingungen werden erläutert, unter denen sie ihrem widersprüchlichen Auftrag zwischen genossenschaftsartiger Interessenvertretung und Kontrolle der Ärzte und Psychotherapeuten gerecht zu werden versuchen.

Vogel, H.
Der angestellte Psychotherapeut - das in den Kammern (noch) unbekannte Wesen
Angestellte/verbeamtete PsychotherapeutInnen stellen unter den Funktionären in Kammern und Verbänden eine verschwindende Minderheit dar. Neben einer Analyse möglicher Gründe dafür fragt der Beitrag nach Ansätzen einer besseren Vertretung dieser KollegInnen in den Kammern.

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Ripper, B.
Aktuelles aus der Forschung

DOKUMENTATIONEN
Arbeitsgemeinschaft der Psychotherapeutenkammern der Länder: Gründung der Bundespsychotherapeutenkammer

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Baden-Württemberg
Bayern
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Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz

 

Ausgabe 1/2003

Editorial

Heisig, U. & Littek, W.
Der schwierige Weg zur Profession. Zur Lage der niedergelassenen Psychologischen Psychotherapeuten im Jahr 2 der neuen Zeit

Köthke, W.
Psychotherapeutenversorgungswerk (PVW) gegründet: Gute Gründe, sich mit der eigenen Altersversorgung zu beschäftigen

Gerlach, H.
Recht: Aktuell

Ripper, B.
Aktuelles aus der Forschung

DOKUMENTATIONEN

Arbeitsgemeinschaft der Psychotherapeutenkammern der Länder: Stellungnahme zum drohenden Irak-Krieg

Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen: Psychosoziale Betreuung und psychotherapeutische Interventionen bei Mammakarzinom

Arbeitsgemeinschaft der Psychotherapeutenkammern der Länder: Neuropsychologie vor dem Aus

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Baden-Württemberg
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Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz

 

Ausgabe 0/2002

Editorial

Wittchen, H.-U. & Jacobi, F.
Die Versorgungssituation psychischer Störungen in Deutschland. Eine klinisch-epidemiologische Abschätzung anhand des Bundes-Gesundheitssurveys 1998

Sonntag, U.
Gender Mainstreaming: Einführung in ein Konzept
und seine Rezeption

Kommer, D. & Wittmann, L.
Auf dem Weg zu einer Bundespsychotherapeutenkammer: Historische Ausgangspunkte und Perspektiven für eine Bundesvertretung der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Gerlach, H.
Alles was Recht ist. Praxistipps – Hinweise – Informationen

Best, D.
Der EBM 2000plus- ein Fortschritt für die Psychotherapeuten?

DOKUMENTATION
Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der Psychotherapeutenkammern zum Jahrestag für Psychische Gesundheit am 10. Oktober 2002

Mitteilungen der Psychotherapeutenkammern
Baden-Württemberg
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