PTJ_2016-3 - page 19

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„
Facebook:
0,5%
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WhatsApp:
15,3%
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SMS:
9,6%
„
„
Twitter:
0,1%
„
„
Anderes:
2,9%
Ergebnisse
Die Darstellung der Ergebnisse orientiert sich im Wesentli-
chen an den o. g. Fragen (A bis F).
A) Erstkontakt
Von den Befragten gaben 79,4% an, dass in der Regel der
Erstkontakt per Festnetztelefon stattfindet, gefolgt von E-
Mail (8,8%) und persönlicher Begegnung (3,6%); Facebook
(0,6%) und Homepage sind nahezu bedeutungslos. „Andere
Wege“ der Kontaktaufnahme gaben 6,3% an; 14 von 170 TN
machten keine Angaben.
Auf die Frage, ob und welche Auswirkungen das Medium auf
die Antwortzeit habe, beantworteten 150 TN der Studie (dies
entspricht 88,2% aller TN): 119 von ihnen (79,3% – als valide
Prozent
4
) gaben an, die Art der Kontaktaufnahme hätte keine
Auswirkungen auf die Antwortzeit, 31 (20,7%) der Befragten
antworteten mit Ja.
Diesen mit Ja antwortenden TN wurde weitergehend die Fra-
ge gestellt,
welche Auswirkung
dies habe (bei der Analyse
wurden Mehrfachnennungen berücksichtigt). Zwei Drittel
dieser Gruppe gaben dabei an, dass die Kontaktaufnahme all-
gemein schneller erfolgt, jeweils spielen E-Mails eine beson-
dere Rolle (15 Befragte betonten hier Vorteile: „es geht
schneller“, „Mails kann man auch mal zwischendurch beant-
worten“, „SMS und Mails beantworte ich eher schneller, weil
ich da die Antwortzeit besser timen kann“). Die anderen Ant-
worten zeigten eine Präferenz der „klassischen“ Medien: So
wurde betont, dass mit dem Telefon eine „prompte“ Antwort
gegeben würden, der Anrufbeantworter würde stündlich bzw.
„täglich mehrfach“ abgehört. Vier Befragte äußerten, die Kom-
munikation sei „langsamer“ geworden, dies liege vor allem
daran, dass E-Mails nicht regelmäßig abgerufen würden. Eben-
so wurde in dieser Gruppe die Bedeutung der (telefonischen)
Sprechzeiten hervorgehoben.
B) Formen des Kontakts während des
laufendenTherapieprozesses (außerhalb
der Psychotherapiestunden)
Bevorzugte Formen des Kontakts
Die Psychotherapeuten wurden zunächst befragt, wie sie
selbst bevorzugt mit den jugendlichen Patienten außerhalb
der Psychotherapiestunden Kontakt aufnehmen und wie dies
seitens der Jugendlichen erfolgt. Dies lässt wie in der Tabel-
le aufgeführt gegenüberstellen:
Bei der Analyse möglicher Zusammenhänge bevorzugter Kon-
taktformen von Psychotherapeuten und Patienten fand sich
allein eine signifikante Korrelation (jeweils: Pearson Korrela-
tionskoeffizient) (r = .592; p < .0001) beim Medium E-Mail.
Erwartungsgemäß sind die Kontaktangebote der Psychothera-
peuten bei Krisen deutlich vielfältiger und es werden Zugangs-
wege eröffnet, die professionell bedeutsam sind und eine
Ausweitung des psychotherapeutischen Angebots darstellen,
zugleich in den Bereich privater Zeitgestaltung hineinragen.
Ermöglichung des Kontakts außerhalb der regel­
mäßigen Psychotherapiestunden
Von den Befragten (152 gültige, also vollständig ausgefüllte
Antworten von 170) gaben 59,2% an, ihren Patienten die
Möglichkeit zu geben, außerhalb der regelmäßigen Psycho-
therapiestunde Fragen, Probleme, Erlebnisse über neue Me-
dien (E-Mail, SMS, Facebook, WhatsApp) mitzuteilen; 40,8%
ermöglichen dies nicht.
Diese Möglichkeit des inhaltlichen Austauschs würden zu-
meist „nie“ (8,6%) oder „selten“ (74,3%) genutzt; lediglich
15,2% der TN berichteten, dass ein solcher Austausch „häu-
fig“ (15,2%) bzw. „sehr häufig“ (1,9%) vorkomme.
Kontaktmedium Bevorzugt von
Psychothera-
peuten
(Angaben in %)
(N = 155 gültige
Antworten)
Bevorzugt von
jugendlichen
Patienten
(Angaben in %)
(N = 155 gültige
Antworten)
Kontakt-
aufnahme-
Angebote der
Psychothe-
rapeuten bei
Krisen
(Mehrfach-
nennungen
möglich!)
(Angaben in %)
Telefon
57,4
52,6
83,5
(Diensttelefon)
38,8
(Handy privat)
16,5
(Privattelefon)
E-Mail
10,2
14,2
53,5
SMS
11,2
20,3
50,6
WhatsApp
5,8
12,4
22,4
Facebook
0,3
0,1
Skype
0,1
0,1
Persönlich
14,7
27,6
Anderes
1,1
0,7
2,9
Tabelle: Bevorzugte Kontaktaufnahme während des Therapie­
prozesses.
4 „Valide Prozent“ bedeutet, dass die Anzahl der Befragten, die die jeweilige
Frage auch beantwortet haben, als 100% genommen wird.
3/2016 Psychotherapeuten
journal
245
M. Fröhlich-Gildhoff & K. Fröhlich-Gildhoff
1...,9,10,11,12,13,14,15,16,17,18 20,21,22,23,24,25,26,27,28,29,...106
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