PTJ_2016-3 - page 33

Ergebnisse
Änderungsbedarf
Die Tabelle gibt einen Überblick darüber, wie häufig der jewei-
lige Ausbildungsbereich den Rangplätzen 1 bis 6 zugeordnet
wurde.
Im Folgenden werden die Ergebnisse der qualitativen Analy-
se der konkreten Änderungsvorschläge dargestellt. Es konn-
ten sechs übergeordnete Kategorien identifiziert werden, die
jeweils in weitere Kategorien unterteilt werden konnten.
Die erste übergeordnete Kategorie bezieht sich auf Ände­
rungen in den
Rahmenbedingungen
der psychotherapeuti-
schen Ausbildung. Hierunter fallen folgende Kategorien:
„
„
Verbesserung (und gesetzliche Regelung) der Vergütung
der Praktischen Tätigkeit (449 Nennungen)
„
„
Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten (89 Nen-
nungen)
„
„
Einführung von Arbeitsverträgen mit geklärtem rechtlichen
Status und einheitlichen Arbeitsbedingungen (67 Nennun-
gen)
„
„
Abschaffung des Praktikantenstatus während der Prakti-
schen Tätigkeit (18 Nennungen)
„
„
Qualitätssicherung/stärkere Kontrolle der Institute und Kli-
niken (17 Nennungen)
„
„
Approbation direkt nach dem Studium (15 Nennungen)
Die zweite übergeordnete Kategorie umfasst Änderungsvor-
schläge in der
Praktischen Tätigkeit:
„
„
Verbesserung der Betreuung während der Praktischen Tä-
tigkeit (108 Nennungen)
„
„
Verkürzung der Praktischen Tätigkeit (45 Nennungen)
„
„
Bereitstellung ausreichender Plätze für Praktische Tätigkeit
und Vereinfachung der Platzvergabe (30 Nennungen)
In einer dritten übergeordneten Kategorie finden sich Ände-
rungen bezogen auf die
Theoretische Ausbildung:
„
„
bessere Anpassung der Theorieinhalte an Praxisanforde-
rungen (58 Nennungen)
„
„
Theoriestunden in der Arbeitszeit (dafür Freistellung von
den Kliniken), freie Wochenenden (21 Nennungen)
Die vierte übergeordnete Kategorie beinhaltet Änderungsvor-
schläge zur
Supervision:
„
„
Verbesserung der Rahmenbedingungen der Supervision
(z. B. flexiblere Gestaltung, bessere Erreichbarkeit, kleine-
re Gruppen, regelmäßigere Termine) (40 Nennungen)
„
„
mehr Supervision (23 Nennungen)
„
„
günstigere Supervision (17 Nennungen)
In der fünften übergeordneten Kategorie finden sich Ände-
rungsvorschläge, die sich auf die
Selbsterfahrung
beziehen:
„
„
Erhöhung der Selbsterfahrung (36 Nennungen)
„
„
Einführung von bzw. Erhöhung der Einzelselbsterfahrung
(15 Nennungen)
Die sechste übergeordnete Kategorie umfasst Änderungen,
die sich auf die mit der Ausbildung verbundenen
psychi-
schen Belastungen
beziehen:
„
„
Verbesserung der Work-Life-Balance & von Vereinbarkeit
von Familie und Beruf/Verringerung der Doppelbelastung
(37 Nennungen)
„
„
Erhöhung der Anerkennung für PiA und Reduzierung der
Ausbeutung (36 Nennungen)
Fasst man die Anzahl der Nennungen (
N
ges
= 1120) in den
übergeordneten Kategorien zusammen, wird deutlich, dass
sich die Mehrzahl der Änderungsvorschläge auf die Rahmen-
bedingungen der Ausbildung (58,5%) bezieht. Gefolgt wird
dies von Änderungsvorschlägen für die Praktische Tätigkeit
(16,3%). Etwa ein Viertel der Nennungen entfällt auf die
anderen Kategorien (siehe Abbildung).
N
Rangplatz
Ausbildungsbereich
1
2
3
4
5
6
Praktische Tätigkeit I
715
81,8
10,2
3,1
1,5
1,7
1,7
Praktische Tätigkeit II
709
6,1
70,0
11,6
6,1
3,8
2,5
Praktische Ausbildung
673
5,2
7,4
36,3
26,6
16,0
8,5
Theoretische Ausbildung
678
3,2
5,6
24,8
27,0
18,6
20,8
Supervision
666
0,5
3,5
10,4
23,0
33,9
28,8
Selbsterfahrung
673
3,6
4,3
15,6
15,9
25,0
35,7
Tabelle: Relative Häufigkeiten der gewählten Rangplätze zu den Ausbildungsbereichen mit dem größten (Rangplatz 1) und geringsten (Rang-
platz 6) Änderungsbedarf
Anmerkung: Der jeweils meistgewählte Rangplatz ist fett hervorgehoben.
3/2016 Psychotherapeuten
journal
259
M. Drüge & S. Schladitz
1...,23,24,25,26,27,28,29,30,31,32 34,35,36,37,38,39,40,41,42,43,...106
Powered by FlippingBook